Female Voices In Exile
No. 8 / August 2021


رقم ٨ أغسطس ٢٠٢٢

Vorwort

Yasmin Merei
Female Voices In Exile No. 8 / August 2021

المقدمة

ياسمين نايف مرعي
رقم ٨ أغسطس ٢٠٢٢

Die achte Ausgabe von „Female Voices in Exile“ versammelt Texte von Frauen aus Syrien und Libanon, die vor 3 bis 35 Jahren nach Deutschland, Norwegen, in die Türkei und nach Katar gezogen sind. Ihre Selbstzeug­nisse zeigen, wie ähnlich die emotionalen Erfahrungen sind, die diese Frauen im Exil oder in dem Land, das ihnen Asyl bot, gemacht haben, und wie stark ihre Sehnsucht nach der Heimat, nach Verwandten und alten Freunden ist. Ebenso geben ihre Texte Aufschluss über ihre unterschiedlichen Beziehungen zu sich selbst und zu ihrer alten und neuen Heimat.

Unsicherheit und Angst spiegeln sich in den Beiträgen der Autorinnen ebenso wie Kraft und ein starker Wille, allen Widrigkeiten zu widerstehen. Gerade Letzteres stellen migrierte und geflüchtete Frauen immer wieder in zentraler Weise unter Beweis, wenn sie über das schreiben, was sie in ihrer neuen Heimat auf gesellschaftlicher, kultureller und beruflicher Ebene erleben und erfahren.

Was die Texte verbindet, ist „das Menschliche und das Feminine“, und das Ziel bei ihrer Veröffentlichung bleibt, einer interessierten deutschen Öffentlichkeit migrations- und asylbezogene Themen aus der Sicht in Deutschland lebender arabischsprachiger Frauen anzubieten, sowie ihre Hoffnungen und die Widerstände, auf die sie treffen, darzulegen.

Die vorliegenden Texte wurden in Workshops in Präsenz und per Beteiligung mittels „Zoom“ in 2021 erarbeitet.

يجمع الإصدار الثامن من „أصوات نسائية في المنفى“ نصوصاً لنساء من سوريا ولبنان، غادرن بلادهن ويعشن اليوم في ألمانيا، النروج، قطروتركيا. تعكس هذه النصوص مدى تشابه الظروف التي تعيشها النساء في المنافي وبلدان اللجوء على المستوى العاطفي، المرتبط بشكل أساسي بالحنين إلى الوطن والأهل والأصدقاء. كما تعكس وجهات نظر مختلفة للنساء حول العلاقة بالذات، الوطن الأم والأوطان الجديدة.

هناك الكثير من الحرج والخوف في نصوص النساء، لكن هناك أيضاً إحساس عال بالمقاومة والقوة، وهو أهم ما تقدمه النساء المهاجرات واللاجئات عند الكتابة عما يواجهنه في الأوطان الجديدة من تجارب اجتماعية، ثقافية ومهنية.

يبقى الجامع بين هذه النصوص هو “الإنساني والنسوي”، ويبقى الهدف منها مد أفق معرفي أمام المجتمع الألماني المهتم بقضايا الهجرة واللجوء عن النساء الناطقات بالعربية ممن يعشن في ألمانيا، وعن تطلعاتهن والتحديات التي يواجهنها.

تم إصدار هذه النصوص خلال ورشات عمل أصوات نسائية في المنفى التي جرت بشكل حي، أو افتراضياً خلال عام ٢٠٢١.

Die Wiedererlangung des Normalen: Die Bedingung zur Gründung eines Zuhauses im Exil

Nagham Tarhini (Libanon)
Female Voices In Exile No. 8 / August 2021

استعادة العادي: شرط بناء البيت في الغربة

نغم ترحيني (لبنانية مقيمة في اسطنبول/تركيا)
رقم ٨ أغسطس ٢٠٢٢

Das Bedürfnis, über das Auswandern und das sich-Einleben im neuen Land zu schreiben, ist immer noch da. Das Schreiben als Handlung scheint das einzige Instrument zu sein, durch das ich mir bewusst mache, inwieweit ich erfolgreich meine Fremde weniger fremd gemacht habe. Heute werde ich über die Wiedererlangung des „Normalen“ in meinem Alltag schreiben, weit weg vom Lärm all dieser neuen Sachen: Die Menschen, die Orte, die Sprache und all die kleinen neuen Details. Ich möchte zum Beispiel davon erzählen, wie lange ich gebraucht habe, bis ich eine Vase für unsere neue Wohnung in Istanbul kaufte. Etwas mehr als zwei Jahre. Es ist keinesfalls einfach, ein passendes Gefäß für einen vorrübergehenden Bleibeplatz zu finden. Dort wo die Reisekoffer uns, als Auswanderer und Auswanderinnen, ununterbrochen daran erinnern, dass wir in einem Land sind, das nicht unseres ist. Es ist schwierig, diesem Gefühl eine Bezeichnung zu verleihen. Doch dieses Gefäß und andere Gegenstände besitzen in sich eine Energie, die einzufangen mir manchmal gelingt. So spüre ich eine Wärme, die ich seit langem vermisse, und bekomme wieder ein bisschen Routine in mein Leben.

Erste Szene
Ich erinnere mich gut an das erste Geschenk, das ich von einer Freundin anlässlich meines Umzugs aus dem Libanon in die Türkei bekommen habe. Es ist ein relativ kleines Holzbild mit gelblichem Hintergrund und ein paar zerstreuten weißen Pünktchen im oberen Bereich des Bildes. Im ersten Drittel rechts ist ein großes Gebäude zu sehen. Es ist mit geometrischen linearen und auch kreisförmigen Linien dekoriert. Das Dach ist dreieckig. In den restlichen zwei Dritteln steht fett und jedes Wort in einer eigenen Zeile: „Das Haus ist klein, doch das Herz ist groß“. Das ist ein libanesisches Sprichwort. Meine Freundin wusste dabei noch nicht, ob meine neue Wohnung klein ist oder nicht. Doch sie hat geahnt, dass die Wohnungen in der Fremde sich eng anfühlen, wie groß sie auch immer sein mögen. Sie wusste auch, dass ich mich von Tausendundein großen Herzen umgeben muss, um weitermachen zu können. Mit der Zeit lernte ich, dass Liebe nicht unbedingt in Form von Menschen kommt. Es ist auch möglich, sich in Gegenstände zu verlieben, die uns wieder ins Gleichgewicht bringen und uns daran erinnern, wer wir eigentlich sind. Dieses Bild mit seinen großen, arabischen Buchstaben, sogar mit den orthografischen Hilfszeichen, die der Künstler nicht vernachlässigt hat, ist beispielhaft dafür.

Zweite Szene
Die Tage verlaufen leer, außer dieser einen Frage, die sich ununterbrochen im Kreis dreht: „Was mache ich hier an diesem Ort, dem ich in nichts ähnele?“. Ein Seufzen. Wie sehr ich mich danach sehne, dass mir mein Morgen vertraut vorkommt, so könnte ich meinen Tag besitzen. Der Tag wäre meiner, er wäre nicht so außer Kontrolle und ich nicht so verloren. Es ist im Endeffekt egal. Ich habe vieles an meiner Morgenroutine verändert und bin immer noch dabei, sie zu verändern, als ein Versuch, einen Zeit­abschnitt wiederherzustellen, der vor Kurzem noch ein sehr normaler, sich wiederholender und garantierter Morgen war. Ich möchte nochmal einen normalen Morgen erleben, aber dieses Mal in Istanbul. Morgens mach ich Fairuz1Fairouz, *1934, ist eine bedeutende libanesische Sängerin. an und zünde eine Weihrauchstange an. Ich bereite Tee in einer metallischen Kanne vor, die ich von meinem letzten Besuch im Libanon mitgebracht habe. Es vergeht kein Tag, ohne dass ich meine Finger an den Basilikumblättern reibe, die ich auf meinem Balkon angepflanzt habe. Die Morgenklischees … Doch wenn ich dieser Frage und dem Versuch, meine Verluste wiederherzustellen, müde bin, lese ich etwas über Feminismus und Intersektionalität. Oder ich höre Maschrou Leila2Mashrou’ Leila ist eine libanesische vierköpfige Indie-Rock-Band. und Bu Nasser Al ­Touffar3Bu Nasser Touffar AKA Naserdine Al Touffar ist ein libanesischer Rapper und Songwriter.. Das sind Dinge, die den Städten ähneln, in denen ich aufgewachsen bin und nicht denen, in die ich geflohen bin.

Dritte Szene
In meinem Kopf taucht das Meme auf, das aus einem geteilten Foto besteht: Die erste Hälfte zeigt, „was die anderen von mir denken“ und die andere Hälfte zeigt, „was ich in Wahrheit mache“. Das trifft auf mich hier in Istanbul komplett zu. Viele meiner Bekannten denken, dass ich meine Zeit damit verbringe, touristische Orte zu besuchen und alles, was neu ist, zu genießen. In Wahrheit investiere ich meine ganze Energie darin, ein normales Leben aufzubauen, ähnlich zu dem, was damals für mich Gewohnheit war. Damit ich über die Tatsache hinweg schauen kann, dass ich eine Reisende ohne Rückreise bin, mit einer Wohnung, die ich nicht als Zuhause bezeichnen kann; In einem Land, das nicht das letzte Ziel meiner Zwangsauswande­rung sein wird. Die Frage danach, wie es mir in der neuen Stadt geht, erwidere ich mit einem künstlichen Lächeln. Wie soll ich erklären, dass es mir absolut nicht gut geht? Dass alles, was ich manchmal brauche, das sorglose Entspannen im Wohnzimmer ist; Dass mein morgiger Tag sich nicht anfühlt, wie der allererste Tag in der Fremde.

Es geht nicht darum, dass ich Istanbul nicht mag, oder dass ich das Abenteuer und meine neuen Erfahrungen nicht wertschätzen kann. Doch fühlt es sich anders an, wenn Du das machst, was Du machst, und du nie wirklich die Entscheidung darüber hast. Die Wiederherstellung des Normalen zu spielen, scheint das Einzige zu sein, über das ich Kontrolle habe. Ich habe das Recht darauf, eine kleine Heimat innerhalb meiner kleinen neuen Wohnung zu erschaffen, und wie ich es habe! Eine Wohnung, in der ich Bilder aufhänge; In der ich metallische Kannen, Einweggläser mit Essen hinstelle, die ich mit Postkarten, Holzboxen, Liedern und Düften ausstatte. Etwas, was mir eine Hoffnung gibt, dass mit der Zeit diese Wohnung zu meinem Zuhause wird, das mir vertraut ist, als hätte ich mein Zuhause nie verlassen.

يبدو أنّ الحاجة للكتابة عن الهجرة والتأقلم لم تفارقني بعد؛ وفعل الكتابة يكاد أن يكون الأداة الوحيدة التي أعرف من خلالها إذا ما نجحتُ في أن أجعل غربتي أقلّ ممّا هي عليه. سأكتب اليوم عن استعادة “العادي” في يوميّاتي بعيداً عن صخب كلّ ما هو جديدٌ: الناس، والأماكن، واللغة، وتفاصيل كثيرة كلّها جديدة. أريد أن أحكي مثلاً كيف احتاجني أن آخد وقتاً إضافيّاً قبل أن أشتري مزهريّة لبيتنا الجديد في اسطنبول. وقتٌ تجاوز السنتين بقليل. ليس سهلاً، في كلّ الأحوال، أن نختار إناءً ملائماً لسكنٍ مؤقت حيث حقائب السفر تذكّرنا على الدوام نحن – المغتربات والمغتربين – أنّنا في بلادٍ ليست بلادنا. من الصعب أن أضع هذا الشعور في كلمةٍ واحدة، ولكن لهذا الإناء وغيره من الأشياء حرارةٌ يحدث أن ألتقطها أحياناً، فأشعر بدفءٍ أفتقده، وأستعيد بعضاً من الانتظام في حياتي.

المشهد الأوّل
أذكر تماماً الهديّة الأولى التي تلقّيتها من إحدى صديقاتي إثر انتقالي من لبنان إلى تركيا. لوحة خشبيّة صغيرة الحجم نسبيّاً، وذات خلفيّة تميل بلونها إلى الأصفر الغامق، مع بضعة نقاط بيضاء متفرّقة في الأعلى. في الثلث الأوّل من جهة اليمين رسم بناء طويل مزيّن بخطوط هندسيّة مستقيمة حيناً ودائريّة أحياناً، وسقف على شكل مثّلث. أمّا في الثلثين الثاني والثالث من اللوحة كُتب بخطّ عريض – كلّ كلمةٍ على سطرٍ منفصلٍ – مثلٌ شعبيّ لبنانيّ يقول: “البيت الصغير بيساع ألف محبّ”. لم تكن صديقتي تعرف حينها ما إذا كان بيتي الجديد صغيراً أم لا، إلّا أنّها عرفت بطريقةٍ ما أنّ بيوت الغربة تضيق بأصحابها مهما اتّسعت، وأنّني سأحتاج إلى ألف حبّ وحب كي أستطيع الاستمرار. تعلّمت مع الوقت أنّ الحبّ لا يأتي بالضرورة على هيئة أشخاص، بل من الممكن جدّا أن نقع في حبّ أشياء تعيد لنا الثبات، وتذكّرنا بمن نكون؛ مثل هذه اللوحة بأحرفها العربيّة الكبيرة، وبالشدّة التي لم يهملها الفنّان على حرف الباء كذلك.

المشهد الثاني
تمرّ بعض الأيّام فارغة من كلّ شيء إلا من حلقة السؤال الذي يستعيد نفسه مراراً وتكراراً: ماذا أفعل هنا، في هذا المكان الذي لا أشبهه في شيء؟ [تنهيدة] كم أحتاج إلى أن تكون صباحاتي مألوفةً كي أمتلك النهار ولا أفقده، أو أفقدني -لا يهمّ- فالأمر سيّان؟ عدّلت كثيراً على عاداتي الصباحيّة – وما زلت – في محاولة لاستعادة وقتٍ بدا في الماضي القريب صباحاً عاديّاً جدّاً، ومكرّراً جدّا، ومضموناً جدّاً. أريد صباحاً عاديّاً آخر، ولكن هذه المرّة في اسطنبول. أشغّل صوت فيروز صباحاً، وأشعل عود بخورٍ، وأحضّر الشاي في إبريقٍ معدنيّ أحضرته معي بعد زيارتي الأخيرة إلى لبنان، ولا يمرّ يومٌ من دون أن أفرك أصابع يديّ بأوراق الحبق الذي زرعته على الشرفة. كليشيهات صباحيّة. أمّا عندما أتعب من السؤال، ومن المحاولة، ومن إعادة إنتاج ما افتقدت، أقرأ في النسوية وتقاطعاتها أو أستمع إلى مشروع ليلى وبو ناصر الطفار … وهي أشياءٌ أخرى تشبه المدن التي تشكّلتُ فيها، لا تلك التي لجأتُ إليها.

 

المشهد الثالث
تتبادر إلى ذهني هذه الميم4الميم (بالإنجليزيّة Meme): ميم الإنترنت هي صور أو رسومات أو مقاطع فيديو مرفقة بتعليقات في الغالب ساخرة تنتشر بسرعة عبر منصّات التواصل الاجتماعيّ للتعبير عن فكرة ما. المقسّمة إلى صورتين حيث تفترض الصورة الأولى “ما يعتقد الآخرون أنّني أفعل”، وتظهر الثانية “ما أفعله حقّاً”. ينطبق هذا الأمر عليّ تماماً هنا في اسطنبول، إذ يعتقد الكثير من معارفي أنّني أقضي وقتي كلّه في التنقّل بين الأماكن الأكثر جذباً للسيّاح والاستمتاع اللامتناهي بكلّ ما هو مختلفٌ وجديد، في حين أنّني في الحقيقة أبذل كلّ طاقةٍ لديّ كي أشعر أنّني أبني حياة عاديّة تشبه ما اعتدتُ عليه يوماً ما، وأن أتغاضى قدر المستطاع عن حقيقة أنّني مسافرة من دون موعد عودة، ومنزلٍ لم أسمّيه بيتاً بعد، وبلد أعرف أنّه لن يكون وجهتي الأخيرة في هجرتي القسريّة هذه. أقابل السؤال عن أحوالي في المدينة الجديدة بابتسامة مصطنعة. كيف أشرح أنّني لست بخير تماماً، وأنّ أكثر ما أحتاجه في معظم الأحيان هو الاسترخاء في غرفة الجلوس من دون قلق، بل الاطمئنان إلى أنّ الغد لن يكون مجدّداً وكأنّه أوّل يوم لي في الغربة.

ليس الأمر أنّني لا أحبّ اسطنبول، أو المغامرة، أو تثمين التجارب التي أمرّ بها … ولكنّ الأمر مختلفٌ حين تفعل كلّ ما تفعله من دون أن تمتلك الخيار فعلاً. إنّ مشهديّة استعادة العادي في الغربة تبدو وكأنّها المسألة الوحيدة التي أستطيع أن أتحكّم فيها تماماً، ولي الأمر – كلّ الأمر – في أن أخلق وطناً صغيراً داخل المنزل الجديد. منزلٌ أضع فيه من اللوحات، وأباريق الشاي المعدنيّة، ومرطبانات المونة، والصناديق الخشبيّة، والبطاقات البريديّة، والأغاني، والعطور، ما يجعلني أتأمّل أنّ الوقت سيحيله إلى بيتٍ أعتاد عليه وكأنّني لم أفارق البيتَ أبداً.

Es ist nicht nur irgendein Fahrrad …

Taima Haj Hussein (Jordanien)
Female Voices In Exile No. 8 / August 2021

ليست مجرد دراجة

تيماء حاج حسين (سورية مقيمة في إربد/الأردن)
رقم ٨ أغسطس ٢٠٢٢

Als die Serie „Ahlam Kabira“/„Große Träume“ herauskam, war ich Studen­tin an der Universität in Damaskus. Sie hat meine Fantasie und großen Träume damals geweckt. Mit der Zeit werden Träume größer und kleiner. Sie verändern sich. Ein Teil davon wird verwirklicht und ein anderer Teil verformt sich. Dieser kleine, private Teil bleibt in den Tiefen des Gedächtnisses hängen. In meinem Fall, dass ich wieder mein Fahrrad fahren will, wie damals in meiner Kindheit und Jugend.

Dieses Fahrrad hat für mich noch nie Männlichkeit symbolisiert. Ganz im Gegenteil, es hatte Schnittstellen mit meinem schnellen, praktischen und extrovertierten Charakter.

Ich erinnere mich nicht genau daran, ab wann dieses Fahrrad meins war, jedoch habe ich meine Kindheit ohne das Fahrrad nicht mehr in Erinnerung. Mein dunkelrotes Fahrrad. Ich war eines der ersten Mädchen in meiner geliebten Gegend „Missiaf“, die eine solche leidenschaftliche Bindung zum Fahrrad hatten. Seinetwegen konnte ich immer frei sein, und dank ihm ist zwischen mir und einer Parallelgesellschaft eine ungewöhnliche Beziehung entstanden. Wo immer ich auch war und egal in welcher Straße des Städtchens ich mich befand, wenn ich die Reifen aufpumpen musste, kannte ich immer jemanden. In der „Jouz-Straße“, in der ich einst gewohnt habe, und durch die mein Weg zur Grundschule führte, haben mich Onkel „Abu Ahmad“ und sein Bruder immer beim Eintreten in ihren Laden angelächelt. Natürlich hatte ich immer Vorrang. Diese Straße war voll mit Walnuss- und Granatapfelbäumen, wie auch mit Bienenstöcken. Ich denke die Steine dieser Straße würden über mich reden, wenn sie sprechen könnten. Als ich ein bisschen älter wurde, zog ich in die Straße meiner Oma „Um Saad“, darum musste ich einen Ersatz finden. Ab da hat mich Onkel „Hussein“ in seiner Werkstatt und mit seinem sehr alten gelben Auto immer herzlich empfangen. Er fand mich amüsant. Ich unterhielt mich mit ihm und trank ein Glas Tee, bis er mit irgendeiner Reparatur fertig war.

Mein Fahrrad hat es mir ermöglicht, Kreise und Menschen kennenzulernen, die ich nicht kannte und mit denen ich keine sozialen Schnittstellen hatte. Mein Fahrrad hat mein gesellschaftliches Ansehen in meiner Umgebung und bei meiner Familie gestärkt. So habe ich Freundschaften mit Jungen in der Gegend und in der Schule geschlossen, um Wettrennen zu veranstalten. Einmal spitzte sich das Wetteifern unter uns zu, bis wir das Dorf „Al Zeina“ am Rande von „Missiaf“ erreichten. Da ich die älteste Schwester bin, habe ich immer meinen kleinen Bruder vor mich gesetzt. Meine kleine Schwester hat sich auf die Schrauben, die aus den hinteren Rädern herausschauten, gestellt und sich an meinen Schultern festgehalten. Wir haben meine Mutter auf ihrer Arbeit besucht und mit ihr gefrühstückt. Dann sind wir unsere gewöhnlichen Strecken abgefahren. Das Fahrrad war mein Bewegungsmittel, für Begrüßungen und um einzukaufen; vor allem aber für das ziellose Umherfahren in den Straßen und Gassen, die ich liebte.

Es ist eine einzigartige Bindung zwischen uns entstanden und sie war mir bewusst. Eine junge Dame, die ihre Haare als Pferdeschwanz trug und losfuhr. Unsere Bindung hat sich entwickelt und ich bekam ein neues, größeres Fahrrad. Ich habe nach Schmuck dafür gesucht, wobei ich mich eigentlich gar nicht für Schmuck für mich selber interessierte. Eines Tages habe ich zum ersten Mal riskiert, bis zum Rande der Stadt zum Geschäft „Khodr Barakat“ zu fahren. Ich hatte gehört, dass er neuen, schönen Schmuck hatte. Als ich dort ankam, bin ich selbstbewusst hineingegangen. Ich habe mich vorgestellt mit: „Taima, die Tochter von Taisier“. Er sagte: „Und was brauchst du, meine Tochter?“. Ich sagte ihm, was ich brauchte, er gab er mir und fragte: „Und weiß dein Vater, dass du hier bist?“ Ich ant­wortete: „Sicher doch!“.

Ich entschied mich, sofort danach zum Laden meines Vaters am kleinen Markt von „Missiaf“ zu fahren, natürlich mit dem Fahrrad. Ich wollte ihm alles erzählen, bevor er erfuhr, dass ich gelogen hatte. Als ich ankam, fragte er mich: „Wie bist du denn hierhergekommen?“ Ich erzählte ihm, wo ich gewesen war und dass ich mit dem Fahrrad gekommen bin. Es störte ihn. Er schlug seine Hände zusammen und sagte: „Wie lange denn noch, Taima? Du bist schon in der Mittelstufe!“.

Ich erinnere mich, dass wir an dem Tag diskutiert und uns im Kreis gedreht haben. Er sagte mir seine Meinung und ich erwiderte mit meiner Meinung. Niemand hat den anderen überzeugt. Er sagte: „Vermeide wenigstens, hierher mit dem Fahrrad zu kommen.“ Ich antwortete: „Was ist denn daran falsch? Und wer definiert, was falsch ist? Warum soll ich das Fahrradfahren lassen, wenn es ein Teil meiner Persönlichkeit ist?“ Er gab erstmal wegen meiner Beharrlichkeit auf und sagte: „Wir schauen später. Wahrscheinlich bist du einfach so und wirst dich nicht verändern.“

Als ich 2020 meine Geschwister in Deutschland besuchte, bat ich meinen Bruder mit der gleichen spielerischen Kindlichkeit, mir ein Fahrrad zu besorgen. Ich hatte tief in mir eine große Furcht vor der Enttäuschung. Ich hatte Angst, dass mich meine Beweglichkeit mit 38 Jahren enttäuscht. Es liegt nicht an dem Alter. Es liegt daran, dass zwanzig Jahre vergangen sind, seitdem ich das letzte Mal Fahrrad gefahren war. Ich stellte mein erstes Bein darauf und sofort, und zwar mit der gleichen Leichtigkeit – trotz des jetzigen enormen Gewichtsunterschieds – fuhr ich los. Ich war nicht enttäuscht. Das kleine Mädchen voller Sehnsucht in mir war nicht enttäuscht. Ich fuhr ungefähr eine Stunde lang herum. Ich ließ die kühle Luft jede Pore meines Körpers streicheln. Ich kam zurück nachhause und rief meinen Vater an. Ich berichtete ihm, dass ich „immer noch sehr gut darauf fahren kann, Abu Tamim“. Er war im Endstadium seiner Krankheit, aber er lachte und erwiderte: „Du hast dich nicht verändert“.

Haben wir uns wirklich nicht verändert?

Ich lief in den Straßen der Stadt Bremen in Deutschland, aber habe niemanden dort gekannt. Ich fand niemanden, den ich begrüßen konnte, niemanden dem ich zuwinken konnte, niemanden, dem ich helfen konnte, schwere Sachen zu tragen. Den Falafel-Laden, den ich liebte und bei dem ich immer stehen geblieben bin, habe ich nicht gefunden. Ich schwebte mit meiner Sehnsucht und meiner Fantasie zu den alten Straßen. Zum „Makhada Weg“, zu der „Masaken-Straße“ voller Liebespärchen, zu der „Warraka“, zu dem kleinen Markt und der Burg. Ich kehrte zur „Jouz-Straße“, der ­Straße meiner Kindheit zurück; zu den lachenden Gesichtern der Menschen, die ich kannte und die mich kannten; zu den warmen Begrüßungen und dem Ärger oder dem Spott in den Augen von Manchen. Die Welt hat sich wirklich verändert, wie wir uns selbst auch verändert haben. Vielleicht hat sich nicht nur diese kindische Seele verändert, die jetzt gut begriffen hat, was die Grenzen der Geschichte, der Geografie und des Zeitgeists alles verändern können. Doch sie wird nicht aufgeben …

عندما عرض مسلسل (أحلام كبيرة)1أحلام كبيرة مسلسل سوري من إخراج حاتم علي، وتأليف أمل حنا، تم إنتاجه وعرضه عام 2004. كنت طالبة جامعية في دمشق، داعب مخيلتي وأحلامي الكبيرة يومها. وبمرور الوقت كانت الأحلام تكبر، تصغر وتتغير، يتحقق جزء منها وتتغير صيغة جزء آخر، فيما يبقى ذلك الجزء الصغير في الذاكرة البعيدة، ذلك الجزء الشخصي جداً، كأن أعود لركوب دراجتي الهوائية كما كنت في صغري ومراهقتي.

لم تمثل تلك الدراجة لي يوماً الذكورة، على العكس تماما كنت أحسها تتقاطع وشخصيتي السريعة العملية، والمنطلقة دائماً

لا أتذكر تحديداً متى امتلكت دراجتي ولكنني لا أتذكر طفولتي بدونها، دراجتي خمرية اللون. كنت من أوائل الفتيات في منطقتي المحببة مصياف، اللواتي تعاملن مع الدراجة بتلك الحميمية. بسببها كنت حرة نفسي دائماً، ولأجلها نشأت بيني وبين مجتمع آخر علاقات غريبة، فأينما كنت وفي أي شارع من شوارع البلدة واضطرت لإعادة ملء العجلات بالهواء فأنا بالتأكيد أعرف أحدهم، في شارع الجوز الذي كان قديماً في حارتي والمؤدي إلى مدرستي الابتدائية كان العم (أبو أحمد) وأخوه يضحكان في وجهي عندما أدخل، والأولوية لي حتماً، ذلك الشارع الذي يعج بأشجار الجوز والرمان وأعشاش النحل، أتخيل أن حجارته تذكرني لو كانت تستطيع الكلام … كبرت قليلاً وخرجت من حارتي باتجاه حارة جدتي (أم سعد)، بالتالي كان علي إيجاد البدائل، فكان العم (حسين) وسيارته الصفراء القديمة جداً باستقبالي بحفاوة، كان يجدني فتاة مسلية أفتح معه الأحاديث وأشرب كأس شاي لحين الانتهاء من أي تصليح …

عرفتني دراجتي على مجتمع وأناس لم أكن أعرفهم وأحياناً لا أتقاطع معهم اجتماعياً، عززت مكانتي الاجتماعية في الحارة والعائلة، فتكونت الكثير من علاقاتي بالصبية في الحارة والمدرسة لتشكيل فرق نقوم بها بالمسابقات والتحديات لدرجة الوصول في مرة اشتد فيها التحدي بيننا إلى قرية (الزينة) الملاصقة لمصياف. في العائلة، وباعتباري الأخت الكبيرة، فقد كنت أضع أخي الصغير أمامي وتقف أختي على المسامير التي تخرج من العجلات الخلفية لتمسك كتفي وننطلق باتجاه أمي إلى العمل، نلقي التحية ونتناول معها الفطور ونكمل مشاويرنا المعتادة. كانت وسيلتي للحركة والسلامات وجلب الأغراض، والأهم الهيام على غير هدى في كثير من المرات في الشوارع التي أعشق.

نشأت تلك العلاقة الخاصة وصرت أُعرَف بها، تلك الفتاة التي تربط شعرها كذيل الحصان وتنطلق، تطورت علاقتنا وجلبت دراجة أكبر وصرت أبحث عن زينتها، أنا التي لا أهتم لموضوع التزيين الشخصي أبداً. كانت تلك المرة الأولى التي أغامر فيها بالذهاب إلى أطراف المدينة، إلى محل (خضر بركات) حيث سمعت بأنه قد جلب زينة حديثة وجديدة. وصلت هناك ودخلت بثقة وعرفت عن نفسي أنني تيما بنت تيسير، قال لي: وماذا تريدين عمو؟ قلت له ما أريد وأعطاني، ومن ثم سألني: وهل يعلم أبوك أنك هنا؟ أجبته: بالطبع!

قررت فور الخروج الذهاب بسرعة لمحل والدي في سوق مصياف الصغير، وبالدراجة طبعاً، لأصل إليه وأخبره بما حدث قبل أن يعلم أنني أكذب، وصلت وسألني: كيف أتيت؟ قلت: بالدراجة وكنت عند محل خضر. انزعج جداً وضرب كفاً بكف قائلاً: إلى متى يا تيما وأنت بدأت بالمرحلة الإعدادية؟

أتذكر يومها أنه دار بيننا حديث طويل؛ هو يقول لي رأيه وأنا أرد عليه برأيي، لم يقنع أحدنا الآخر، قال لي: على الأقل تجنبي النزول إلى هنا، قلت له: ما العيب ومن هو الذي يضع قوانين العيب؟ لماذا أتركها وأنا أحسها جزءاً من شخصيتي؟ استسلم مؤقتاً لإلحاحي، وقال: سنرى فيما بعد، ربما هذه أنت لن تتغيري.

عند وصولي إلى ألمانيا سنة 2020 لزيارة إخوتي، وبنفس الروح الطفولية العابثة طلبت من أخي أن يجهز لي دراجته للركوب وأنا خائفة جداً في أعماقي من الخذلان، خفت أن تخذلني حركتي في الثامنة والثلاثين من عمري وليس المهم هو العمر، المهم أنني لم أركبها منذ عشرين عاماً بالضبط. وضعت قدمي الأولى وفوراً وبنفس الخفة (مع فارق الوزن المهول حالياً) ركبتها، انطلقت بها، لم تخذلني، لم تخذل تلك الطفلة المشتاقة، تجولت بها ما يقارب الساعة وأنا أترك الهواء البارد جداً يداعب كل مسامة في جسمي، عدت للبيت واتصلت بوالدي، قلت: ما زلت ماهرة بالركوب عليها يا أبا تميم“، ضحك في خضم مرضه الأخير وقال لي”: هذه أنت لم تتغيري …

هل حقاً نحن لم نتغير؟

مشيت في شوارع مدينة بريمن الألمانية، لكني لم أجد أي شخص أعرفه، لم أجد من أسلم عليه وأرفع يدي عالياً لأشاور له، لم أجد من أحمل معه أغراضه، لا يوجد محل الفلافل التي أحبها لأتوقف عنده، سرحت بخيالاتي وأخذني الحنين إلى تلك الشوارع … إلى طريق المخّاضة، إلى شارع المساكن، للعشاق، إلى الوراقة، السوق الصغير وطريق القلعة، عدت لشارع الجوز شارع الطفولة، إلى ضحكات الناس التي أعرف وجوهها وتعرفني، إلى السلامات، الحارة والامتعاضات، إلى الاستهزاء والاستنكار في عيون البعض، تغيرت الدنيا حقاً وتغيرنا، ربما لم تتغير تلك الروح الشقية فقط، التي فهمت الآن جيداً معنى حدود التاريخ والجغرافيا والزمن، ولكنها لن تستسلم.

Die Nacht des Sitzstreiks …

Nada Alkhash (Jordanien)
Female Voices In Exile No. 8 / August 2021

ليلة الاعتصام

ندى الخش (سورية مقيمة في إربد/ الأردن)
رقم ٨ أغسطس ٢٠٢٢

Am Morgen vom 14.3.2011 habe ich gefüllte Zucchini für meine ­Reise nach Damaskus am nächsten Tag vorbereitet, um an dem geplanten Sitzstreik für die Entlassung der Inhaftierten vor dem Innenministerium teilzunehmen. Mein Handy klingelte. Eine Stimme sagte: „Wir sind vom Fernsehkanal Orient und möchten Sie fragen, was in Syrien gerade passiert. Möchten Sie mit uns reden?“ Ich habe nicht lange überlegt, nur ein paar Sekunden, und sagte „Ja!“. Es klingelte erneut und sie sagten: „Wir sind gerade live im Fernsehen. Was wissen Sie über die heutige Demonstration in Damaskus?“.

„Was soll ich denn sagen? Die Wahrheit ist, dass ich geografisch weit weg von der Hauptstadt Damaskus lebe. Ich weiß nicht mehr als das, was im Fernsehen zu sehen ist, aber ich kann die Geschehnisse analysieren. Denn Syrien liegt in der gleichen arabischen Region, wo all die Revolutionen ausgebrochen sind. Das Glühen auf den Straßen Syriens ist nicht weniger stark als das Glühen in den restlichen arabischen Ländern. Ich versichere sogar, dass hier die Wut jene Wut woanders übersteigt. Ich bin davon überzeugt, dass hier die Revolution ausbrechen wird, wenn die politischen Machträger im Land nicht unverzüglich gewisse und politische Reformen vornehmen. Vor allem die bedingungslose Entlassung der Inhaftierten aufgrund ihrer Meinung. Ich möchte hier darauf hinweisen, dass über eine halbe Million Menschen in Syrien ein Ausreiseverbot haben. Das offenbart, dass Syrien zu einem großen Gefängnis geworden ist. Es ist notwendig, schnell zu han­deln. Die wirtschaftliche Situation ist nicht weniger schlimm. Doch die Bevölkerung ist sich dessen bewusst und kann selbst erkennen, dass solche wirtschaftlichen Reformen eine lange Zeit benötigen und nicht wie politische Reformen mit schnellen Beschlüssen durchgeführt werden können“. Das war mein Redeanteil und das Gespräch endete.

Ich ging nach dem Ende des Telefonates mit kühlen Nerven weiterkochen. Ich empfand das, was ich gesagt hatte, als einen Bruchteil von dem, was ich in meinem Herzen an Redebedarf versteckte. Jedoch wissen wir alle, was für ein Sicherheitsdienstapparat bei uns im Land herrscht. Wenige Minuten später klingelt es an der Tür. Es war eine meiner engen Freundinnen mit einem roten Gesicht vor lauter Schreck und Aufregung.
Ich sagte ihr: „Was ist denn los mit dir? Dein Gesicht will etwas sagen!“
„Nada, warum hast du so direkt geredet? Die ganze Welt dreht draußen durch.“
„Ist es möglich? Ich habe nichts Ungewöhnliches gesagt, als das, was ich
normalerweise sage, wo immer ich auch bin. Das ist kein besonderes Gespräch in solchen Zuständen.“
„Nada, wenn du auf den Balkon gehen und rausschauen würdest, würdest du die Mengen der Sicherheitsmänner sehen, während du hier so gefasst weiterkochst! Was wirst du machen?“.
„Ich werde weiter kochen und mich danach für die Fahrt zu dem Sitzstreik vorbereiten“.
Sie versuchte, mich vehement aber freundlich davon abzuhalten. Denn sie ist eine sehr enge Freundin und weiß, wie sie mein Herz erreicht. Doch sie gab vor meiner Beharrlichkeit auf und verabschiedete mich mit einer starken Umarmung, einem Kuss und Wünschen, dass ich heil zurückkomme. Nachdem sie ging, saß ich kurz allein, um meine Stabilität wieder herzustellen und mich dann weiter um meinen Haushalt zu kümmern, als wäre nichts geschehen.

Das war meine erste mediale Erfahrung, denn ich war Bewohnerin einer Gegend, die weit weg von den Zentren der Gewalt liegt. Dadurch bin ich automatisch weit entfernt von dem medialen Hall dieser Zentren. Mir ist nicht entgangen, dass ich einer Region angehöre, die gesellschaftlich verzweigt und komplex aufgebaut ist. Die enorme Gefahr, die mich in Missiaf umgeben könnte, war mir bewusst. Doch die revolutionären Gefühle in mir haben in diesem Moment gesiegt. In jenem Moment, an dem es wichtig war, mich passend zu positionieren, auf die Seite dieses großartigen, vorausschauenden Volks und dieser Revolution, von der wir lange träumten und für die wir gearbeitet haben. Diese frühzeitige Positionierung, die dem Ausbruch der Revolution vorausging, war der Beginn meiner Zwangsvertreibung. Das wurde mir im Nachhinein klar. Ich wurde, paradoxerweise, vertrieben, indem mein Reiseverbot aufgehoben wurde. Das war eine Falle, die ich nicht gut beachtet habe. Ich bin nach Jordanien gefahren, um die Geburt meines Enkelkindes zu erleben. Währenddessen wurde ich von dem Terrorgericht vorgeladen. So blieb ich bis heute dort als Geflüchtete.

Ich habe mich wieder meinem Kochen gewidmet. Der Jogurt hatte angefangen, zu kochen und es war Zeit, die gefüllten Zucchini hinzuzugeben. Ich machte Musik von „Um Kulthum“ an und sie nahm mich mit ihrer Stimme mit, weit weg. Ich erledigte meinen Haushalt weiter und war dabei im Kopf woanders. Die untere Metalltür öffnete sich. Mein Mann Taisier war gekommen. Wir waren allein zuhause. Er kam herein und sagte: „Ich ­dachte, dass ich mir einbilde, deine Stimme zu hören, aber das war echt deine Stimme, Nada! Ich hörte deine Stimme im Fernsehen. Das bist du, Nada. Es war ein ruhiges und ausgeglichenes Gespräch, trotz der Angst und der Kritik, die mich auf dem Weg hierher begleiteten. Wir aßen gemeinsam zum Mittag. Es schmeckte ihm. Er hat mit mir über die Wichtigkeit der Fahrt und der Teilnahme an dem Sitzstreik diskutiert. Er äußerte seine Sorgen, die ich zwar teilte, doch erlaubte ich meinen Ängsten nicht, die Oberhand zu gewinnen. Das ist ein Teil meines Charakters.

Am nächsten Tag um 10 Uhr war ich vor dem Innenministerium. Die Anzahl der Anwesenden war nicht groß. Während Plakate mit Beschriftungen ausgeteilt wurden, die erklärten, warum wir uns versammeln, hagelten von überall Schläge mit Elektrostöcken auf uns herab. Die Sicherheitsmänner und Bereitschaftspolizisten waren blitzschnell aufgetaucht. Es waren sehr viele und sie waren von Wut und Hass erfüllt. Herr Tayeb Tizini1Tayeb Tizini (1934–2019) war ein syrischer Philosoph, Forscher und Akademiker aus Homs. Er war Anhänger des marxistisch-nationalistischen Denkens und stützte sich in seinem philosophischen Projekt auf die historische Dialektik, um das arabische Denken von vor dem Islam bis heute neu zu lesen. war nur Schritte von mir entfernt und wurde gewaltvoll niedergeschlagen. Ich versuchte, ihn zu erreichen, doch junge Menschen aus meiner Gegend Missiaf, zogen mich mit ihren Händen zurück und schützten mich vor Schlägen auf meinen Rücken mit ihren eigenen Körpern. Die jungen Männer haben unermüdlich versucht, die Älteren unter uns zu beschützen. Sie haben mich vom Platz weggebracht, als würden wir vom Erdboden verschluckt. Während ich mit einem tränenüberströmten Gesicht weglief, sah ich einen Offizier, der mit einer arroganten Haltung dastand. Ich schaute ihn an und sagte: „Schäme dich, deinen Militärgrad über deine eigenen Mitmenschen zu stellen. Schäme dich!“.

Ich stieg ins Auto, um zurück nach Missiaf zu fahren. Tief in mir war ich davon überzeugt, dass das, was auf uns zukam, härter sein würde, als wir dachten. Die Apparate des Sicherheitsdienstes würden grünes Licht bekommen und rücksichtslos ihren Terror auf uns ausüben. Später geschah, was ich befürchtete …

في صباح يوم 14\3\2011 وبينما كنت أقوم بتحضر الكوسا المحشي لتجهيزه قبل سفري في اليوم التالي إلى دمشق للمشاركة في الاعتصام المقرر أمام وزارة الداخلية من أجل المعتقلين في سوريا، رن هاتفي الجوال ليأتيني صوت يخبرني “نحن من قناة الأورينت ونريد سؤالك عما يجري في سوريا فهل تتحدثين معنا؟”. لم أفكر طويلاً، مجرد ثوانٍ وقلت: نعم، ليعاودوا الاتصال ويقولوا لي: نحن على الهواء مباشرة، ماذا تعرفين عن مظاهرة اليوم في دمشق؟

“ماذا أقول؟ والحقيقة أنني أعيش في منطقة بعيدة جغرافياً عن العاصمة دمشق، ولا أعلم حالياً أكثر مما تبثه قنوات التلفاز، لكنني أستطيع تحليل ما حصل، فسوريا تعيش في ذات المنطقة العربية التي بدأت الثورات فيها بالاندلاع، الغليان في الشارع السوري لا يقل عن نظيره في باقي الدول العربي، بل أؤكد أنه يفوق كل المناطق غضباً، وأعتقد أن الثورة هنا ستنفجر ما لم تسارع القيادة السياسية في البلاد باتخاذ بعض الإصلاحات السياسية السريعة وأهمها الافراج عن جميع معتقلي الرأي دون أي شرط. وهنا أريد أن أنوه بوجود ما يزيد عن النصف مليون شخص في سوريا ممنوعين من السفر إلى الخارج، ذلك يوحي بأن سوريا أصبحت سجناً كبيراً ويقتضي وضعها تصرفاً سريعاً، والاوضاع الاقتصادية لا تقل سوءاً، ولكن شعبنا واعٍ وعلى مقدرة ليدرك أن تلك الاصلاحات تحتاج زمناً طويلاً ولا تحصل – كالسياسة – بقرارت سريعة”، ذلك كان كلامي فقط وانتهى الحديث.

عدت طبعاً بعد إغلاق الهاتف لإكمال طبختي بأعصاب باردة وأنا أعتبر أن ما قلته لا يمثل جزءاً بسيطاً من مكنونات قلبي في الحديث، ولكننا جميعاً نعرف الوضع الأمني في البلاد. دقائق قليلة ويرن جرس الباب وإذا بإحدى صديقاتي المقربات، وجهها أحمر يبدو عليها الخوف والانفعال، قلت لها: ما بك وجهك يوحي بشي ما؟
“ندى لماذا تكلمت بهذا الوضوح، الدنيا مقلوبة في الخارج.”
“معقول؟ لم أتحدث بشيء غير المعتاد الذي أتحدث فيه حيث أجلس، إنه حديث أقل من عادي في مثل هذه الظروف.”
“ندى! لو أنك خرجت ونظرت من شرفة منزلك لرأيت عدد رجال الأمن الذين يدورون حول بيتك وأنت تطبخين بأعصاب باردة! ماذا ستفعلين؟”
“سأكمل طبختي وأقوم بتجهيز نفسي للسفر لحضور الاعتصام في دمشق.”
حاولت منعي بكل الطرق المحببة بيننا فهي صديقة حميمة وتعرف كيف تصل إلى قلبي، لكنها أمام إصراري، ودعتني بضمة قوية وقبلة وأمنيات بالعودة بالسلامة.
جلست قليلاً بعد ذهابها لأستعيد رباطة جأشي وأتابع أعمالي المنزلية وكأن شيئاً لم يحصل.

تجربتي الإعلامية تلك كانت الأولى، فأنا ابنة منطقة بعيدة عن مراكز اتخاذ القرارات والسلطة وبالتالي الضجة الإعلامية المرافقة لها. وحين تحدثت، لم أغفل أنني ابنة تلك المنطقة المتشعبة المعقدة بمكوناتها ولم أتجاهل حجم الخطر الذي قد يحيق بي في مصياف. لكن الحس الثوري في داخلي انتصر في لحظة كان يجب أن أعلن فيها موقفاً مناسباً للانحياز لتطلعات هذا الشعب العظيم وإلى جانب ثورة لطالما حلمنا بها وعملنا لها. ولربما كان هذا الانحياز المبكر والذي سبق تفجر الثورة في سوريا بشكل واضح مقدمة لمرحلة تهجير قاسية تم إرغامي عليها حين تم نزع منع السفر عني. لم أحسن التعامل معه وسافرت إلى الأردن لحضور ولادة ابنتي وبعدها قرروا تحويلي إلى محكمة الإرهاب لأبقى لاجئة في الأردن إلى يومنا هذا.

أعود إلى طبختي واللبن بدأ يغلي وأصبح مناسباً لأرمي به الكوسا المحشية الشهية وأضع أغنية لأم كلثوم تأخذني بعيداً، وأكمل أعمالي وأنا أسرح بخيالاتي بعيداً. لأسمع صوت باب الحديد السفلي يفتح، وإذا به تيسير زوجي قد وصل ولا أحد سوانا في المنزل، دخل ووجهه يضحك ويقول: لقد تخيلت أنني أسمع صوتك ولكنه صوتك في الحقيقة يا ندى، سمعت صوتك عبر التلفاز. هذه أنت يا ندى، كان حديثاً هادئاً ومتوازناً، رغم حجم الانتقادات والخوف الذي وصل إلي أثناء طريقي إلى البيت. تناولنا الغداء سوية وكان لذيذاً على حد قوله، ناقشني في بأهمية السفر والمشاركة في الاعتصام وعبر عن قلق كنت أشاركه به، لكنني أرفض الاستسلام لمخاوفي وهذا طبعي.

في العاشرة من صباح اليوم التالي كنت أمام وزارة الداخلية ولم تكن الأعداد المتواجدة كبيرة، وفي الوقت الذي بدأ به المتواجدون بتوزيع اللافتات التي سنقوم بحملها وتوضيح السبب الذي تجمعنا لأجله. ابتدأت ضربات العصي الكهربائية تنهال على الحاضرين، بسرعة وأعداد كبيرة وبشكل مفاجئ وغير متوقع، نزلت أعداد كبيرة من قوى الأمن ومكافحة الشغب غاضبة وحاقدة. على بعد خطوات كان أستاذنا “الطيب تيزيني” يتلقى ضرباً عنيفاً، حاولت الوصول إليه ولكن أيادي شباب من منطقتي سارعت بضمي وإبعادي بسرعة عن ضربات على ظهري. كان الشباب يهرعون لحماية كبار السن منا وحمايتهم. سحبوني بسرعة لخارج الساحة وكأننا لبسنا „طاقية الإخفاء“. وأنا أغادر والدموع تملأ وجهي شاهدت ضابطاً يقف بعنجهية، نظرت إليه وقلت له: يا حيف على الرتب العسكرية مقابل أهلك يا حيف!!

ركبت سيارة للعودة إلى مصياف وقناعتي الداخلية تزداد بأن ما سيواجهنا سيكون أقسى مما كنا نظن، وأن الساحة ستكون خالية للأفرع الأمنية لتمارس بطشها تجاهنا دون رقيب، وحصل ما كنت أخشاه لاحقاً.

Herzensangelegenheiten zwischen zwei Nachbarinnen

Sarah
Female Voices In Exile No. 8 / August 2021

فضفضة بين جارتين

سارة
رقم ٨ أغسطس ٢٠٢٢

Obwohl ich diese Nacht schlecht geschlafen habe, weil mein Kind nachts mehrmals aufwacht, und trotz der Rückenschmerzen durch das ständige Tragen, Stillen und das wieder Hinlegen in sein niedriges Bett, bin ich sehr optimistisch und glücklich aufgewacht.
Denn heute ist mein einziger Home-Office-Tag für diese Woche.
Der Covid-19-Virus und seine Varianten zwingen die Institutionen, präven­tive Maßnahmen durchzuführen, wie die wechselnde Anwesenheit der Angestellten am Arbeitsplatz und der Arbeit von zuhause aus.
Meine erste Aufgabe an diesem schönen Tag heute war das Wickeln meines Kindes. Ich habe seinen Anzug und den Bettbezug gewechselt. Der Urin in seiner Windel ist nachts auf den Bezug ausgelaufen. Das trübt meine Stimmung nicht.
Ich habe mein Kind meinem Mann gegeben und mich von beiden an der Wohnungstür verabschiedet.
Ich fing mit der Arbeit an und es vergingen ein paar Stunden. Eine Weile lang habe ich E-Mails verschickt, Berichte geschrieben und die Arbeit meines Teams in Syrien beaufsichtigt. Dann nahm ich mir eine Pause und räumte die Wohnung auf. Das ist einer der Gründe, warum ich gerne von zuhause aus arbeite. Es ermöglicht mir die kurzen Pausen zwischendurch, um die angehäuften Haushaltsaufgaben zu erledigen. Egal, wie sehr ich es versuche, ich werde mit dem Haushalt nicht fertig. Das Spielzeug meines ­Sohnes ist überall verteilt. Die schmutzige Wäsche wartet darauf, gewaschen zu werden. Die trockene Wäsche wartet darauf, vom Wäscheständer abgehängt zu werden. Ganz zu schweigen vom dreckigen Abwasch und so weiter. Macht nichts, denn die Mittagspause nähert sich. Ein weiterer Grund, ­warum mir die Arbeit von zuhause aus lieb ist – ich verbringe die Mittagspause mit meiner Nachbarin.
Meine Nachbarin und ich teilen viele Sorgen und Träume. Wir lieben es, über gesellschaftlich kontroverse Themen zu sprechen. Oft enden unsere Gespräche mit Beschwerden über unsere unendlich vielen Aufgaben, die regelmäßige Krankheit unserer Kinder und die geringe Unterstützung unserer Ehemänner.

Meine Nachbarin sagte zu mir: „Hast du dich noch nicht entschieden, deinen Sohn abzustillen? Ich habe meine Tochter mit eineinhalb Jahren schon abgestillt. Da war ich erschöpft vom regelmäßigen Aufstehen und von den Rückenschmerzen“.

Ich antwortete: „Erinnerst du dich, als du mit deinem Mann zu uns nachhause kamst, um mir zur Geburt zu gratulieren und ich dir über meine Wochenbettdepression erzählte? Du hast mir an dem Tag erzählt, dass du nach dem Abstillen psychisch belastet warst. Du warst deprimiert und fiebrig. Deine Stimme war sogar verschwunden. Ich habe Angst, das Gleiche zu bekommen. Darum verschiebe ich das Abstillen.“

Meine Nachbarin erwiderte: „Ja, ich erinnere mich. Ich weiß auch, dass wir dafür gehänselt wurden. Wir haben über psychische Schwierigkeiten, die man in der Mutterschaft allgemein erlebt, geredet. Als unsere Männer das Gespräch mitbekommen haben, haben sie uns verspottet mit Sätzen wie: „Unsere Großmütter haben zehn Kinder in noch schwierigeren Umständen bekommen und hatten keine Depression. Jetzt hat jede einzige Phase ihre eigenen psychischen Komplikationen“.

Ich fragte sie lachend: „Erinnerst du dich, wie ich vom Gespräch abgelenkt habe? Ich sagte, dass ich wünschte, die Hölle wäre für die Männer das Durchmachen einer Geburt mit all ihren Schmerzen. Sie sagten, ich sei böse, und wir lachten dann alle los“. Ich führte das Gespräch fort: „Ich habe das Gefühl, die meisten Männer haben keine Empathie für die gesundheitlichen Hürden, die wir durchmachen. Sie deuten sogar an, dass wir in der Darstellung dieser Schmerzen übertreiben, aus Bedarf, betüddelt zu werden. Ich glaube, das Gegenteil stimmt. Die meisten Frauen teilen Männern selten ihre Schwierigkeiten mit, aus Scham oder Frust vor dem geringen Interesse, das sie zeigen“.

Das Gesicht meiner Nachbarin wurde ernster und sie sagte: „Ich stimme dir komplett zu. Nicht nur die Schwierigkeiten, die mit dem Kinderkriegen zu tun haben, sondern auch solche, die die Periode und ihre hormonellen Komplikationen begleiten. Unsere Männer werfen uns vor, launisch und zickig zu sein. Dabei haben wir PMS. Ich habe einmal gelesen, dass dieses Syndrom bei Dreiviertel aller Frauen vorkommt, und dass die Symptome sich meistens als Heul- oder Wutanfälle darstellen“.

„Exakt! Ich habe zum Beispiel an die gesundheitlichen Probleme gedacht, die durch das Stillen kommen, vor allem weil wir jetzt wieder von 8 bis 18 Uhr im Büro arbeiten. Letztes Jahr, als wir noch von zuhause aus gearbeitet haben, habe ich mein Kind alle paar Stunden gestillt. Jetzt bin ich neun Stunden weg von ihm und ich spüre deshalb eine schmerzhafte Stauung in meinen Brüsten. Natürlich kann ich diese Information nicht bei meinem Arbeitsgeber oder dem Personalleiter als Entschuldigung benutzen, damit ich früher nachhause gehen und mein Kind stillen kann.“

„Du Arme, all deine Arbeitskollegen auf der Arbeit sind Männer. Du kannst nicht mal dein Herz ausschütten.“

„Ich kann mit ihnen nicht mal über die simpelsten und allgemeinsten The­men von Frauen reden. Einmal habe ich mich mit dem Abteilungsleiter unterhalten. Er ist um die 20 Jahre älter als ich und sehr religiös. Ich weiß noch, dass ich ihm von einem Artikel erzählt habe, den ich als Masterstudentin mit meinen Kommilitoninnen an der Universität in Paris über die Volksgesundheit geschrieben habe. Im Artikel ging es genau um unser ­Thema, nämlich die gesundheitlichen Hürden, mit welchen lediglich Frauen konfrontiert werden. Ich erblickte, während ich redete, einen Ausdruck in seinem Gesicht, den er nicht verstecken konnte. Es war eine Mi­schung aus Verwunderung und Empörung. Dieser Leiter ist sehr nett. Er ist zwar alt und sehr religiös, außerdem ist er offenbar gegen feministische Bewegungen, aber er ist ruhig und ausgeglichen. Er ist ein guter Zuhörer und ist tolerant. Trotzdem konnte ich ihm nicht detailliert von dem Artikel erzählen, denn er zeigte nicht nur Desinteresse, sondern auch Ablehnung.“

„Es reicht erstmal, über Frauenrechte zu reden. Apropos Bürokollegen, hast du in der letzten Zeit von Stellenangeboten gehört, die zu mir passen würden? Ich bin so frustriert, seit ich meine Arbeit verloren habe. Ich brauche dringend einen Job“.

„Ich verstehe deinen Frust, aber versuche doch, dich auszuruhen und die freie Zeit, die du jetzt hast, zu genießen. Diesen Luxus wirst du noch vermissen, wenn du eine Stelle findest. Ich habe keine Zeit zum Entspannen oder für Hobbies, denn meine Zeit reicht kaum für meinen Job, den Haushalt, das Kochen und für mein Kind.“

„Macht nichts, ich nehme den Druck in Kauf. Frag mal deinen Chef, denn er ist Bauingenieur wie ich. Frag ihn, nach Arbeitsmöglichkeiten, auf die ich mich bewerben kann, auch wenn der Lohn niedrig ist.“

Ich lächelte, während ich versuchte, vom Thema abzulenken. Denn ­meine Freundin sucht ständig nach Arbeit und die Chancen sind gering. Ich weiß nicht, wie ich ihr helfen kann, so sagte ich ihr: „Ich erzähle dir zwar immer, dass er hilfsbereit und wohltätig ist, aber sei nicht zu zuversichtlich. Wusstest du, dass er mir mal gesagt hat, dass er manche Berufe unpassend für Frauen findet, unter anderem Ingenieurwesen?“

„Sarah, reden wir schon wieder über Frauenrechte? Ich habe mir ein neues Kleid gekauft. Ich zeige es dir“.

„Wunderbar!“.

رغم أني لم أنم جيداً بسبب استيقاظ طفلي المتكرر ليلاً، ورغم أن ظهري يؤلمني بسبب كثرة حمل طفلي وإرضاعه وإعادته إلى سريره المنخفض عدة مرات، إلا أني استيقظت سعيدة ومتفائلة جداً بيومي. فاليوم هو اليوم الوحيد المخصص لي في الأسبوع للعمل من المنزل حيث ما زال وباء كوفيد19 ومتحوراته الجديدة، يخيف المؤسسات ويجبرهم على اتخاذ إجراءات وقائية، منها مناوبات بين الموظفين في القدوم للمكتب تجنباً للازدحام والتقارب.
أول عمل قمت به في يومي السعيد هذا كان تغيير حفاض طفلي وكل ثيابه وأغطية سريره، فقد امتلأت بالبول، مع الأسف هذا يحصل أحياناً فالحفاض يمتلئ بالبول بشكل زائد خلال الليل وبالتالي يسرب. هذا لن يعكر يومي، خاصةً أني قد سلمت طفلي لزوجي وودّعتهما على باب المنزل.
بدأت العمل ومرت عدة ساعات، كنت حيناً أقوم بإرسال الإيميلات وكتابة التقارير والإشراف على سير عمل فريقي في سوريا، وحيناً أستريح من عملي المكتبي بأن أقوم بترتيب المنزل. هذا أحد الأسباب التي تجعلني أحب العمل من المنزل، فهو يتيح لي أن استفيد من الاستراحات القصيرة بقضاء بعض المهام المنزلية المتراكمة. مهما حاولت لا أستطيع أن أنهي أعمال المنزل فألعاب طفلي منتشرة في كل مكان، الثياب المتسخة متراكمة بانتظاري لغسلها وثياب أخرى جفت على منشر الغسيل بانتظاري لأطويها، عدا عن الأواني المتسخة والكثير من المهام الضرورية الأخرى.
لا بأس، فقد اقتربت استراحة الغداء وهي سبب ثانٍ يجعل العمل من المنزل محبباً، لي لأني أستطيع قضاء استراحة الغداء مع جارتي.
نتشارك أنا وجارتي الكثير من الهموم والأحلام، نحب النقاش في قضايا مجتمعية جدلية، وبصراحة، كثيراً ما تنتهي دردشتنا بالتذمر من أعبائنا التي لا تنتهي، مرض أطفالنا المتكرر وعدم تعاون أزواجنا معنا.

تقول لي صديقتي: ألم تقرري أن تفطمي طفلك؟ أنا فطمت ابنتي في عمر السنة والنصف، حينها كنت قد تعبت جداً من الاستيقاظ المتكرر وآلام الظهر.

أجيبها: هل تذكرين عندما كنت أنت وزوجك في بيتنا تهنئونني بالولادة، وأخبرتك عن صدمتي النفسية بعد الولادة؟ يومها أخبرتني أنك تعبت نفسياً بعد الفطام أيضاً، أذكر أنك أصبت باكتئاب وحمى وحتى صوتك اختفى. أنا متخوفة أن يصيبني بعض ما أصابك وهذا أحد الأسباب التي تجعلني أؤخر الفطام.

أجابتني صديقتي: نعم أذكر، وأذكر أننا تعرضنا للسخرية. كنا ندردش عن المصاعب النفسية للأمومة بشكل عام وإذ سمع أزواجنا الحديث، بدؤوا بالسخرية من الموضوع واستعمال جمل كالتالية: “جداتنا أنجبن عشرة أطفال في ظروف أصعب ولم يشعرن بأي اكتئاب، والآن أصبحت لكل مرحلة تمر فيها المرأة مصاعب نفسية تؤدي للاكتئاب”.

سألتها ضاحكة: أتذكرين كيف غيرت مجرى الحديث؟ قلت لهم أنني أتمنى أن يكون عقاب الرجال في جهنم هو المرور بآلام الولادة وقالوا لي إنني شريرة، وانفجرنا أربعتنا ضاحكين.
أكملت حديثي، بجدية: أشعر أن معظم الذكور لا يتعاطفون مع هذه المصاعب الصحية التي نمر بها، بل حتى يلمّحون أننا نبالغ بتهويلها لهم من باب الرغبة في الدلع. أعتقد أن العكس هو الصحيح، أي أن الأغلبية العظمى من النساء قليلاً ما يشاركن مصاعبهن الخاصة بالإناث مع الرجال. أحياناً من باب الخجل وأحياناً كونهن سئمن من عدم الاهتمام الذي يبديه الرجال تجاه هكذا مواضيع.

تجيبني صديقتي، وقد اتسمت ملامحها بالجدية مثلي: أؤيدك تماماً. ليست فقط مصاعب متعلقة بالإنجاب، بل هناك أيضاً حالات صحية متعلقة بالدورة الشهرية والاضطرابات الهرمونية، كمتلازمة ما قبل الطمث. يتهمنا أزواجنا بأننا مزاجيات، عصبيات أو نكديات، لكننا فعلياً قد نكون نمر بمتلازمة ما قبل الطمث. لقد قرأت مرة أن هذه المتلازمة تصيب ثلاث من كل أربع إناث وأن من أعراضها تقلبات المزاج ونوبات الغضب أو البكاء.

“تماماً! أنا كنت أفكر بمصاعب صحية متعلقة بالإرضاع كوني أعاني منها مؤخراً، فقد عدنا إلى العمل في المكتب من الثامنة صباحاً حتى السادسة مساء. في السنة الماضية عندما كنا نعمل من المنزل، كنت أرضع طفلي كل بضعة ساعات، أما الآن، فأنا أغيب عنه تسع ساعات، وفي نهاية اليوم أشعر باحتقانٍ مؤلمٍ في ثديي. طبعاً لا أستطيع مشاركة المعلومة مع مديري، أو مع مسؤول الموارد البشرية، كعذر، لأقنعه بالسماح لي بالخروج مبكراً لإرضاع طفلي!”

“مسكينة أنت، زملاؤك جميعهم ذكور في المكتب فلا تستطيعين الفضفضة حتى.”

“ولا حتى أستطيع محادثتهم بأمور أبسط وعامة أكثر تتعلق بصحة النساء. أذكر مرة أني كنت أتجاذب أطراف الحديث مع مدير قسمي، وهو مهندس مدني متدين جداً ويكبرني بأكثر من ٢٠ سنة. أذكر أنني حدثته عن مقال كتبته مع زميلاتي كوظيفة جماعية في جامعتي عندما كنت أدرس ماجستير الصحة العامة في باريس، وكان المقال يتحدث تماماً عن موضوعنا هذا، المخاطر المتعلقة بالصحة التي تواجه الإناث دون الذكور. لمحت تعبيراً على وجهه لم يستطع إخفاءه عندما كنت أتحدث، كان مزيجاً من الاستغراب والاستنكار. مديري ذاك إنسان لطيف فرغم أنه متدين جداً وكبير في السن نسبياً ويعبر عن مناهضته الصريحة للحراك النسوي، إلا أنه هادئ متزن متواضع متقبل للآخرين ومستمع جيد. رغم ذلك لم أستطع أن أشرح له أياً من تفاصيل المقال لأنه أبدى عدم اهتمام، بل واستنكاراً.”

“كفانا حديثاً عن حقوق النساء. بالحديث عن الزملاء والمكتب، هل سمعت عن فرص عمل تناسبني مؤخراً؟ أنا محبطة جداً منذ خسرت عملي وأحتاج بشدة إلى إيجاد عمل.”

“أتفهم إحباطك لكن حاولي أن ترتاحي وتستمتعي بوقت الفراغ المتوفر لديك الآن، فقد تشتاقين إلى هذه الرفاهية لاحقاً عندما تجدين وظيفة. أنا لا أجد وقتاً للاسترخاء ولا لممارسة هواياتي، فوقتي بالكاد يكفي بين وظيفتي والطبخ وترتيب المنزل والاعتناء بطفلي.”

“لا بأس أنا أقبل، سأتحمل الضغط. اسألي مديرك فهو مهندس مدني مثلي، اسأليه إن كان يعلم بفرص عمل لمهندسات المدني أستطيع التقدم لها، حتى لو كان الراتب منخفضاً.”

“ابتسمت وأنا أحاول أن أغير الموضوع فصديقتي تبحث عن عمل دائماً والفرص قليلة جداً. لا أعرف كيف أخفف عنها، فقلت: صحيح أني أحكي لك دائماً أنه متعاون ومحب لفعل الخير لكن لا تتفاءلي كثيراً. هل حكيت لك أنه أخبرني مرة بأنه مقتنع أن بعض المهن لا تناسب النساء ومن بينها الهندسة؟”

“سارة هل سنعود للحديث عن حقوق النساء! اشتريت فستاناً جديداً سأحضره لأريك إياه.”

“رائع!”

Mein Vater und der Fluch des Mädchens

Hiam al-Chirout (Norwegen)
Female Voices In Exile No. 8 / August 2021

أبي ولعنة البنت

هيام الشيروط (سورية تعيش في لارفيك/النرويج)
رقم ٨ أغسطس ٢٠٢٢

Mein Vater – möge er in Frieden ruhen – hat Mädchen gehasst. Er sagte immer, wenn er erfuhr, dass eine Frau ein Mädchen bekommen hatte: „Verdammt … Mädchen“. Er blieb so, bis er starb. Möge er in Frieden ruhen. Mein Vater war Analphabet und lebte in einer Stadt, die damals den Frauen ihre kleinsten Rechte vorenthielt. Die Frau hatte keinerlei Macht auf Grund der herrschenden Sitten in diesem Städtchen.

Mein Vater hat sich von meiner Mutter getrennt aus dem Grund, dass sie zwei Töchter nacheinander bekommen hat. Das ist unter dem Druck meiner Großmutter passiert, obwohl er meine Mutter geliebt hat. Mein Vater hat uns zwangsweise nach Damaskus mitgenommen, obwohl wir in einem Alter waren, indem meine Mutter das Sorgerecht für uns hatte1. Meine Mutter hat zu der Zeit bei meinen Großeltern gelebt und sie waren in einer finanziell schlechten Lage. Mein Vater hat den Anwälten Schmiergeld bezahlt und konnte uns von ihr wegnehmen, auch durch die unfaire Gesetzgebung Frauen gegenüber, die die patriarchalische Gesellschaft unterstützt. Ich war fünf und meine Schwester war vier Jahre alt. Mein Vater hatte uns mit nach Damaskus genommen, nachdem er wieder geheiratet hatte. Er sagte mir immer wieder, wenn er mich anschaute: „Oh, wärst du nur ein Junge!“. Ich war damals jung und konnte nicht verstehen, warum er sich darüber beschwerte, dass ich ein Mädchen und kein Junge bin. Warum dieses Bedauern in seinem Gesicht? Meine Stiefmutter hatte einen Jungen bekommen und die Freude meines Vaters war unbeschreiblich. Als hätte die ganze Welt ihn angelächelt. An mir und meiner Schwester zeigte er kein Interesse. Der Junge hatte sein ganzes Interesse. Wenn er weinte, mussten wir uns sofort um ihn kümmern und auf Kosten unseres Wohls für ihn sorgen.

Als ich älter war, wiederholte mein Vater den gleichen Satz: „Oh, wärst du nur ein Junge!“. Ich habe spöttisch erwidert: „Wäre ich ein Junge, wäre ich im Gefängnis von Daraa, weil ich vom Militärdienst geflohen wäre.“

Der Umgang meines Vaters mit uns hat in mir eine Narbe hinterlassen, obwohl ich wusste, dass er sein weiches Herz hat und seine Zärtlichkeit hinter grimmigen Gesichtszügen versteckte. Während ich aufwuchs, wuchs in mir auch der Komplex, kein Junge zu sein. Mein Bruder war zwar jünger als ich, aber fing an, die Rolle des Vaters in seiner Abwesenheit zu übernehmen. Ich habe vergessen euch mitzuteilen, dass mein Vater als Taxifahrer auf der Autobahn von Latakia arbeitete und manchmal dort für paar Nächte übernachten musste.

Ich bin in der der Hauptstadt Damaskus aufgewachsen, die sich sehr von unserem Städtchen Maarat an-Numan unterschied. Meine Träume wurden größer und in mir gab es ein Ziel, das ich entschlossen verfolgte. Ich wollte meinem Vater und vor allem den Leuten aus unserem Städtchen, zeigen, dass ein Mädchen besser sein kann als ein Junge. Ein Mädchen kann ihren Vater stolz machen, genauso wie ein Junge. Ich arbeitete hart an meinem Lehrstoff und war erfolgreich in der Schule. Eine der Besten, trotz all der Verantwortung, die, dank meiner Stiefmutter, auf meine Schultern gelegt wurde. Tagsüber war ich in der Schule, nach der Schule musste ich im Haushalt helfen und für meine Geschwister sorgen und mit ihnen lernen. Nachdem sie schlafen gegangen waren, fing ich an, meine Hausaufgaben zu machen.

Ich hatte den Traum, etwas Wichtiges zu werden, um das Vorurteil meines Vaters zu verändern, dass ein Mädchen schwach ist. Dass eine Frau dafür geschaffen wurde, um zu kochen, zu gebären und ihren Mann zu befriedigen. Ich war, dank Gott, ein Vorbild für meine gleichaltrigen Mädchen in der Nachbarschaft.

In der zehnten Klasse wurde ich dazu gezwungen, mich mit meinem Cousin zu verloben, weil die zwei Familien sich dafür entschieden hatten, ohne mich nach meiner Meinung zu fragen. Die herrschenden Sitten begrüßten die Ehe unter Cousins. Ich konnte die Verlobung beenden, nach zwei Jahren Widerstand gegen die Traditionen, die sie mir aufzwingen wollten. Ich habe erfolgreich die Oberstufe abgeschlossen. Das war mein erster Sieg nach all den harten Jahren, die ich durchgemacht habe.

Ich schrieb mich an der Uni Damaskus im Bereich Arabische Literatur ein. Ich konnte einen Job als Vertretungslehrerin finden. Ich habe morgens gearbeitet und nachmittags an der Uni gelernt. Ich war sehr erschöpft. Das konnte man an meinem dauerhaft blassen Gesicht und sehr dünnen Körper merken. Doch ich hatte mein Ziel vor Augen und ich wollte nicht nachgeben. Ich fing an, mich an den Ausgaben zuhause zu beteiligen. Ich spürte, wie ich allmählich finanziell für meine Familie mitverantwortlich wurde.

Ich bemerkte, wie mein Vater seine Sicht langsam änderte, da ich für alles zuständig wurde, was die behördlichen Angelegenheiten betraf. Da mein Vater und seine Frau Analphabeten waren, musste ich mit meinen Geschwistern lernen und den Haushalt verwalten.

Die Tage vergingen und die Auflösung meiner Verlobung war sechs Monate her. Ich lernte einen jungen Mann kennen. Er war schiitisch und ursprünglich aus dem Irak. Er war kommunistisch und vor Saddam Husseins Re­gime geflohen. Am Anfang gab es Widerspruch seitens meiner Familie, weil er fremd war und vielleicht bald wieder in sein Land zurückkehren wollte. Doch durch meine Beharrlichkeit haben sie widerwillig ihr Einverständnis gegeben. Mein Vater hat mich regelmäßig besucht. Wir kamen uns sehr nah, weil seine Frau nicht mitkam, die uns immer überwacht hatte. Wir kamen uns noch näher durch die Geburt meines ersten Sohns Firas. Er war sehr verwöhnt und jedes Mal, wenn mein Vater kam, brachte er ihm Geschenke mit. Was mich verletzte war, dass mein Vater mich nicht besuchte und mir nicht gratulierte, als ich meine Tochter Alaa bekam. Er kam erst viel später und auf Nachdruck seiner Frau. Er kam leider ohne ein Geschenk.

Die Tage sind sehr schnell vergangen und ich folgte meinem Mann nach Norwegen. Ein paar Jahre später habe ich eine Einladung für meinen Vater beantragt. Als er kam, sah er, dass seine Tochter eine selbständige Frau geworden war. Denn ich habe, Gott sei Dank, einen Job als Lehrerin für Arabisch in Larvik gefunden, genau zwei Jahre, nachdem ich nach Norwegen gekommen war. In jeder Phase meines Lebens verließ ich mich nur auf mich selbst und entwickelte mich, vor allem in Norwegen. Ich wurde sogar in den lokalen Zeitungen „die vorbildliche Frau“ genannt. Alle meine Bekannten dort haben davon erfahren.

Ich kann mich an meinen ersten Besuch in Norwegen erinnern. Wir hatten eine kulturelle Veranstaltung in Larvik. Ich war die Moderatorin der Veranstaltung und hatte die Aufgabe, den Ablauf der Veranstaltung zu gestalten. Ich habe mich bemüht, die Schönheit jeder in Larvik vertretenen Kultur vorzustellen. Mein Vater war unter den Zuschauern. Als wir den Veranstal­tungsort verließen, war seine Freude nicht zu verbergen. Seine Augen waren voller Tränen und er sagte: „Was ist das denn? Das ist nicht die Hyam, die ich kenne!“. Da merkte ich, dass mein Vater spürte, wie sehr ich mich zum Besseren verändert hatte. Er sah selbst, wie respektvoll die Menschen mit mir redeten und wie beeindruckt sie von meiner Präsentation waren.

Er war stolz darauf, wie ich meine Kinder erzogen hatte, und dass ich ­unsere Sitten aufrechthalten konnte. Vor allem, dass ich die arabische Sprache meiner Kinder pflegte.

Mein Vater kehrte nach Syrien zurück. Ich habe Syrien immer in den Sommerferien besucht. Diese Besuche waren die schönsten Tage in meinem Leben und dem meiner Kinder. Dann kam der verdammte Krieg und vertrieb meine Eltern, wie alle Syrer*innen, die sich auf der ganzen Welt verteilten. Mein Vater, seine Frau und die Witwe meines Bruders Moahammad mit ihren fünf Kindern haben in Dänemark Asyl beantragt. Denn mein Bruder Mohammad, Gott hab ihn selig, wurde vom Assad-Regime nach einer dreimonatigen Haft umgebracht.

Ich habe meinen Vater regelmäßig in Dänemark besucht, so wie er mich auch besuchte. Er hat sich bei mir wohlgefühlt und täglich hat er mir Gutes gewünscht und für mich und meine Kinder gebetet. Er hat mich mit ­Liebe überhäuft, die ich in meiner Kindheit vermisst habe. Ich habe seine Zärtlich­keit gespürt und seinen Sinn für Humor bemerkt. Ich habe ihn näher und ohne die alten Schranken kennengelernt.

Eines Tages im Herbst besuchte mich mein Vater. Die schönsten ­Momente mit ihm waren, wenn er über seine Erinnerungen in Syrien sprach. Er redete viel darüber. Einmal erzählte er mir von den Filmen, die er jeden Tag angeschaut und genossen hatte. Während des Gesprächs machte er den Fehler und sagte: „Oh, wärst du nur ein Junge“. Ich platzte vor Wut und sagte ihm aus Versehen: „Vater, bitte. Ich will diesen Satz nicht mehr von dir hören! Ich hasse diesen Satz, seit ich klein war. Dein Satz war wie ein Messer, das in mein Herz geschnitten hat. Du hast mich unbewusst verletzt. Wusstest du, Vater, dass dein Satz mich gestärkt hat, um so zu werden, wie ich jetzt bin? Siehst du, wie ich jetzt bin? Ich wünsche mir, dir bewiesen zu haben, dass ein Mädchen besser sein kann als ein Junge.“ Ich spürte, wie ich meinen Vater mit meinen Worten verletzte. Er sagte mir wortwörtlich: „Ich schwöre dir, meine Tochter, ich wollte dich nicht beleidigen. Es tut mir leid, weil ich dir gegenüber einen Fehler begangen habe. Verzeih mir!“. Ich habe mich innerlich geschämt, aber ich habe es geschafft, mich zu trauen, meinem Vater zu sagen, dass es mir reicht.

Mein armer Vater. Es ist nicht seine Schuld, dass er so aufgewachsen ist und nur um sich herum gehört hat, dass eine Frau ihrem Ehemann gehört. Dass sie die Wohnung ihres Mannes nur dann endgültig verlassen kann, wenn sie stirbt. Dass die Küche der richtige Platz für sie ist. Dass ihr Mann sie umtauschen kann, als sei sie ein Paar Schuhe. Alles im Namen der Religion und im Namen der Macht des Patriarchats in unserer arabischen Gesellschaft. Mein Vater tut mir leid dafür, dass er nie zur Schule gegangen ist, um sich aufzuklären und den Wert der Frau zu erkennen. Den Wert, den ihr auch unsere islamische Religion gibt, indem sie ihr das Recht zuspricht, sich selbst ihren Mann auszusuchen und Entscheidungen zu treffen, die ihr Leben angehen. Dass die Frau die Hälfte der Gesellschaft ist.

Mein geliebter Vater, dessen Lächeln ich vermisse. Möge deine reine Seele im Boden der Fremde in Frieden ruhen. Du bist gegen deinen Willen weit weg von deinem Städtchen gestorben und du hast all deine Geliebten hinter dir gelassen. Ich vermisse dich und dein Lachen, das dein Gesicht nie verließ. Mach es gut Vater!

كان أبي رحمه الله يكره البنات ويكرر كلمته المعهودة عندما يعلم أن إحدى النساء أنجبت بنتاً: ماعوطة بنات، بما معناه: اللعنة! وبقي على تلك الحال حتى توفي رحمة الله عليه. كان أبي أمياً ويعيش في مدينة تسلب المرأة أقل حقوقها في تلك ألأيام. فالمرأة كانت لا حول ولا قوة لها بسبب العادات والتقاليد الصارمة في تلك البلدة.

انفصل والدي عن أمي والسبب أنها أنجبت ابنتين على التوالي، وتحت إلحاح جدتي مع أنه كان يُحب أمي كثيراً، أخذنا أبي عنوة إلى دمشق مع أنه كان يحق لها الحضانة لأننا في ذلك الوقت كنا تحت السن القانونية التي تسمح للأم برعاية أولادها. أمي كانت تعيش في ذلك الوقت في بيت جدي وحالتهم المادية ليست بالجيدة، لكن أبي دفع رشاوى للمحامين واستطاع أن يأخذنا منها عنوة بحكم القانون، القانون الجائر ضد المرأة والقائم على المجتمع الذكوري. كان عمري ٥ سنوات وعمر أختي ٤ سنوات، أخذنا أبي إلى دمشق بعد أن تزوج من امرأة أخرى. كنت أسمع أبي يردد دائماً وهو ينظر إلي: “آه لو كنتِ صبياً!” كنت صغيرة حينها ولا أعي لماذا يتأوه أبي لكوني بنتاً ولست صبياً. ولماذا هذه الحسرة في ملامحه؟ أنجبت زوجة أبي ولداً وكانت فرحة أبي لا تُوصف وكأن الدُنيا ابتسمت له. كان لا يُعيرنا أي اهتمام أنا وأختي، جل همه الصبي. إذا بكى الصبي يجب أن نذهب لنسكته ونوفر له الراحة على حساب راحتنا أنا وأختي الصُغرى.

عندما كبرت ظل أبي يردد: “آه لو كنتِ صبي” كنت أضحك بسخرية وأجيبه: “لو كنت صبي فأكيد سأكون في سجن درعا لأنني كنت سأهرب من العسكرية”.

كان يحز في نفسي مُعاملة أبي لنا على الرغم من معرفتي بطيبة قلبه وحنانه الذي يُحاول أن يخفيه خلف وجهه العابس. كبرتُ وكبُرت عندي عُقدة الصبي. الصبي الذي بدأ يكبر ويأخذ دور الأب في حال غيابه على الرغم من صغر سنه. نسيت أن أذكر لكم أن أبي كان يعمل كسائق أجرة على خط اللاذقية، وكان يضطر في بعض الأيام أن يبيت هناك.

كبرت في مدينة دمشق، العاصمة التي تختلف اختلافاً كبيراً عن مدينتنا معرة النعمان. كبرت أحلامي وفي داخلي هدف كنت مصممة عليه، وهو أن أثبت لأبي ومن حوله وخاصة في بلدتنا، أن البنت ممكن أن تكون أفضل من الصبي، وأنها يمكن أن ترفع رأسه ويفتخر بها مثلها مثل الصبي. ثابرت ونجحت وكنت من الأوائل على الرغم من الأعباء التي كانت مُلقاة على عاتقي بسبب ظلم زوجة الأب، دراسة في النهار وبعد الدوام المساعدة في أعباء المنزل ورعاية إخوتي وحتى تدريسهم. وبعد نوم إخوتي أذهب لعمل واجباتي الدراسية.

كان لدي حلم أن أكون شيئاً مُهماً يجعل أبي يُغير صورته النمطية عن البنت الضعيفة، وأن المرأة خُلقت للمطبخ والإنجاب وإرضاء رغبات الزوج. كنت والحمد لله مضرب مثل لكل بنات جيراننا اللواتي كنَ في مثل عمري.

خُطبت إلى ابن عمي وأنا في الصف العاشر بعد إجباري على هذه الخطبة، لأن العائلتين قررتا ذلك دون أخذ رأيي، لأن العادات تحكم زواج ابن العم من ابنة عمه، ولكنني استطعت فسخها بعد سنتين من المقاومة والتصدي لكل العادات والتقاليد التي فُرضت علي. نجحت في الثانوية وأحسست بأنه أول انتصار لي بعد تعب تلك السنوات الصعبة التي مررت بها.

انتسبت إلى جامعة دمشق، قسم اللغة العربية. استطعت أن أحصل على عمل كمعلمة بديلة، كنت أعمل صباحاً في المدرسة وأدرس في الجامعة بعد الظهر، كنت متعبة جداً وهذا كان ظاهراً على جسدي النحيل ووجهي الشاحب دائماً. لكن هدفي كان أمام عيني وكنت مصممة على عدم التراجع. بدأت بالمساعدة في مصاريف المنزل وأحسست بأنني أصبحت مسؤولة اقتصادياً عن عائلتي.

كنت أنظر إلى أبي بين الحين والآخر وكيف غير نظرته، لأنني أصبحت المسؤولة عن كل أمورهم المُتعلقة بدوائر الدولة، للعلم أبي وزوجته أُمّيان، فأنا من يقوم بتدريس إخوتي وتسهيل أمور المنزل.

مضت الأيام، وبعد ستة أشهر من فسخ خطبتي، تعرفت على شاب من أصل عراقي، شيعي وشيوعي وهارب من نظام صدام حسين. كانت هناك معارضة في البداية لأنه غريب وربما يعود إلى بلده، ولكن بعد إصراري تمت الموافقة على مضض. كان أبي يزورني بشكل دائم وصرت مُقربة جداً له لأنني كنت لوحدي معه دون وجود زوجة أبي التي كانت الرقيب علينا. وازداد التقرب أكثر عندما رُزقت بابني البكر فراس وكان مُدللاً جداً، وفي كل مرة زارني أبي كان يحضر معه الهدايا لفراس. و ما حز في نفسي أنني عندما رُزقت بابنتي آلاء لم يأتِ لمباركتي، لكنه أتى بعد فترة طويلة، بعد إلحاح من زوجته وحضر وللأسف لم يحضر معه هدية.

مضت الأيام مُسرعة وسافرت إلى النرويج للالتحاق بزوجي، وبعد عدة سنوات قدمت دعوة لأبي لزيارتي. وعندما أتى رأى أن ابنته صارت امرأة مُستقلة تعتمد على نفسها، لأنني والحمد لله حصلت على عمل كمعلمة للغة الأم في مدينة لارفيك وتحديداً بعد سنتين من دخولي إلى النرويج. اعتمدت على نفسي في كل مراحل حياتي وطورت نفسي وخاصة خلال وجودي في النرويج، حتى أنني لُقبت بالمرأة المثالية بشهادة الصحف النرويجية وكل من يعرفني.

أذكر عندما كان في زيارتي إلى النرويج في المرة الأولى، كان لدينا نشاط ثقافي في مدينة لارفيك، وكنت أنا من قدم الحفل وألقي على عاتقي اختيار ما أريده من فقرات في البرنامج الذي حاولت أن أعطيه طابعاً يُظهر كل الثقافات المختلفة الموجودة في لارفيك في أجمل لوحة.
كان أبي بين الحضور وكم كانت فرحته ظاهرة، عندما غادرنا المسرح. كانت عيناه تذرفان الدموع وقال لي: ما هذا؟ أنت لست هيام التي أعرفها! عندئذ أحسست أن أبي عرف أنني تغيرت ولكن أكيد للأفضل. لقد رأى بعينه كيف أن الناس تتكلم معي باحترام والكل كان مندهشاً لما قدمته من عرض مميز.

كان فخوراً بي لتربية أولادي ورعايتي لهم وأنني استطعت الحفاظ على عاداتنا وتقاليدنا ومن أهمها الحفاظ على اللغة العربية.

عاد والدي إلى سوريا، وكنت أسافر في أثناء العطلة الصيفية، كانت هذه الزيارات من أجمل أيام عمري أنا والأولاد، ثم أتت الحرب اللعينة وجعلت أهلي لاجئين كغيرهم من السوريين الذين انتشروا في بقاع العالم. قدم أبي اللجوء إلى الدنمارك مع زوجته وزوجة أخي محمد وأولادها الخمسة، لأن أخي مُحمد رحمة الله عليه اغتالته يد النظام الأسدي بعد اعتقال دام لمدة ثلاثة أشهر.

كنت أزور أبي باستمرار في الدنمارك وهو يزورني. كان يُحس بالارتياح عندي وفي كل يوم أتلقى منه الدعوات والتبريكات لي ولأولادي. لقد غمرني بحبه الذي افتقدته عندما كنت صغيرة. أحسست بعطفه اللامتناهي وحبه للنكتة. تعرفت على والدي عن قرب ودون حواجز.

في يوم من أيام الخريف زارني أبي وكانت أجمل اللحظات معه عندما يتذكر أيامه الخوالي في سوريا والتكلم عن ذكرياته هناك والتحدث عن الأفلام التي يُشاهدها ويستمتع برؤيتها كل يوم. أثناء الحديث أخطأ أبي وقال: “آه لو كنتِ صبياً” عندئذ انفجرت غاضبة دون قصد وقلت له: أبي، إذا سمحت لا أريد أن أسمع هذه الجملة منك مرة أخرى! فأنا أكرهها منذ صغري، جملتك هذه كانت كالسكين في قلبي، كنت تجرحني دون قصد. أتعلم يا أبي أن جملتك هذه قوتني لأكون ما عليه الآن. أترى ما أنا عليه الآن؟ أتمنى أن أكون قد أثبتّ لك أن البنت أفضل من الصبي. أحسست بأنني أوجعته بالكلام. قال لي بالحرف الواحد: “والله يا بنتي لم أقصد إهانتك وأنا آسف لأنني أخطأت في حقك، سامحيني”. شعرت بالخجل في قرارة نفسي ولكنني استطعت أن أتجرأ وأقول له: كفى!

مسكين أبي، فليس ذنبه أنه كبر وسمع ممن حوله أن بيت المرأة (بيت زوجها) هو قبرها ومكانها المطبخ، وأن المرأة كفردة الحذاء يرميها متى أراد، كله باسم الدين والشرع وسلطة القانون الذكوري في مجتمعنا العربي. مسكين أبي الذي لم يدخل إلى المدارس ليتنوّر ويعرف قيمة المرأة التي أعطاها إياها ديننا الإسلامي وأن من حقها اختيار شريك حياتها واتخاذ أي قرار يخص حياتها وأن المرأة نصف المجتمع.

أبي الغالي، يا من غابت ابتسامته الجميلة عن الوجود، الرحمة إلى روحك الطاهرة ولترقد بسلام في أرض الغربة. رحلت بعيداً عن بلدتك رغماً عنك وتركت من تحب خلفك. أشتاق لك وإلى ضحكتك التي لا تُفارق محياك. وداعاً أبي!

Über die ewigen Wunden in unserem Gedächtnis

Kaouthar Wahbi (Katar)
Female Voices In Exile No. 8 / August 2021

عن الندب التي لا تغادر الذاكرة

كوثر وهبي (سورية تقيم في الدوحة/ قطر)
رقم ٨ أغسطس ٢٠٢٢

Ich war viel zu jung, um die verborgenen Gründe hinter der physischen Gewalt der Väter gegen ihre Töchter zu begreifen. Die Gewalt, die schon im jungen Alter der Tochter, bis hin zum heiratsreifen Alter, im Namen der tugendhaften Erziehung stattfindet. Ich war zu jung, um den Schock der Strafe durch das Schlagen, vor allem durch das unbegründete Schlagen, zu verarbeiten. Obwohl mir schon in diesem Alter, wie allen anderen Kindern, bewusst war, dass ich bestimmte Handlungen vermeiden sollte, um gewissen legitimen, doch nicht gewalttätigen Sanktionen der Eltern zu entgehen.

Eine unerwartete Faust, die auf dem kleinen Gesicht landet, hinterlässt eine Wunde mit einer drastischen und ewigen Spur im Herzen und im Gedächtnis. Es schien mir fremd und unverständlich, wie man so etwas machen kann. Hinter der Gardine in unserer alten Wohnung habe ich allein mit der Fröhlichkeit einer Sechsjährigen gespielt. Ich kannte nichts von der Welt, außer dem Schoß der Mutter, die Verwöhnung des Vaters und der Geschwister und meine geliebten Spiele. In dieser Zeit haben wir uns unsere eigenen Spiele ausgedacht. Uns wurden nie Spielzeuge gekauft oder geschenkt.
Der abrupte Schlag meines Vaters hat mich entsetzt. Er landete auf meinem Gesicht und erschütterte meinen kleinen Körper. Ich bin heulend und schockiert zu meiner Mutter gerannt, während sie ihre übliche, tägliche Haushaltsarbeit machte.
Sie fragte mich: „Was ist denn passiert?!“ Mit einer gedrosselten Stimme antwortete ich: „Papa hat mich geschlagen“. „Warum denn?“ erwiderte sie.
„Ich weiß es nicht“, antwortete ich ahnungslos und zutiefst gekränkt. Ich hatte nichts getan, um diese harte Strafe verdient zu haben.
„Vielleicht hast du deinen Vater gestört, dass er dich so geschlagen hat?“ fragte meine Mutter.
„Ich habe nur hinter der Gardine gespielt. Ich habe keinen Lärm oder Unordnung gemacht, Mama“.
Sie ließ mich in Tränen aufgelöst, mit meinen Händen vor dem Gesicht, stehen und ging weg, um ihren Haushalt weiterzumachen. Ich weinte an dem Tag lange und habe mich ratlos gefragt: „Warum schlägt mich mein Vater so gewaltvoll, ohne mir zu erklären, weshalb er das macht? Warum?“. Eine lange Zeit ist seit diesem Ereignis vergangen, das ich nie vergessen habe. Ich glaube, dass mein Vater mich so abrupt geschlagen hat, um mich davor zu warnen, etwas Heimliches und Beschämendes hinter der Gardine zu machen. Die Gardine war genauso unschuldig wie ich. Was mein Vater mir damit vorwerfen wollte, kann auf ein so junges Kind, das erst vor Kurzem abgestillt wurde, nicht zutreffen. In der Zeit, die diesem Ereignis folgte, merkte ich, wie mein Vater mit meinen Brüdern anders umging und sie in den verschiedensten Lebensbereichen vor uns bevorzugte. Die Jungs gingen raus und kehrten heim, wann immer sie wollten, ohne um Erlaubnis zu fragen und ohne Bestrafung, wenn sie zu spät waren. Die Mädchen blieben mit der Mutter zuhause und halfen ihr beim Haushalt. Sie mussten einen höflichen und keuschen Umgang mit den anderen pflegen. Die Jungs saßen und schliefen bequem und ohne sich schämen zu müssen. Mädchen müssen anständig und schamvoll sitzen, schlafen und sich bewegen, um Kritik zu vermeiden – so sagten es uns die Eltern. Ich frage mich, ob mein Vater auch meinen sechsjährigen Bruder schlagen würde, wenn er hinter der Gardine kindlich und unschuldig spielt. Das bezweifle ich.
Seitdem haben die Angst und die Vorsicht meinen Umgang mit meinem Vater und mit allen anderen ausgemacht. Ich lernte, jede Handlung der anderen gut zu beobachten und zu hinterfragen. Meine Skepsis wurde größer als mein Vertrauen in Menschen, bis sie mir das Gegenteil beweisen. Ich stoße das wütende Gesicht meines Vaters ab und hasse seine Faust, die diesen Schmerz in mein Gesicht und mein Herz eingraviert hat. Mein Herz, das gereift ist und gelernt hat, der Banalität und Rückständigkeit hinter
solcher Gewalt mit großzügiger Nachsicht und Güte zu begegnen.

Hat der Verdacht meines Vaters diesen Schlag legitimiert? Natürlich nicht. Kein Kind darf so zerstörerisch betraft werden, wie falsch auch immer sein Verhalten sein mag. Ein Kind muss mit Liebe und Toleranz aufwachsen und sich entwickeln. Das ist es, was ich jetzt versuche, mit meiner ganzen Geduld und Liebesenergie im Umgang mit meinen Söhnen umzusetzen.

In meinem heutigen Gedächtnis verläuft alles im Sand, was ich an Freude und fröhlicher Verspieltheit in meiner Kindheit erlebt habe. Doch die schmerzhaften, traurigen Erinnerungen meiner Kindheit bleiben fest in meinem Kopf hängen. Mein Kopf, der gelernt hat, jede Bewegung und jeden Stillstand abzuwägen; Auch jedes Wort und Verhalten der Menschen in meiner Umgebung zu durchdenken. Heute baue ich mich wieder mit Liebe, und nur mit Liebe, auf.

كنت أصغر بكثير من أن أدرك الأسباب الخفية وراء ما يقومُ به بعض الآباء من تعنيف وضرب تجاه بناتهم منذ نعومة أظفارهن وحتى العمر الذي يذهبن فيه إلى بيت الزوجية، بحجة تربيتهن تربية صالحة وسليمة … كنت أصغر من أن أستوعب صدمة العقوبة عن طريق الضرب المؤلم وغير المبرر أيضاً من قبل أب لابنته الصغيرة، مع إدراكي في ذلك الوقت ككلِ الأطفال بوجوب تجنب بعض الأخطاء التي يرفضها الأهل والتي يحق لهم معاقبة الطفل عند ارتكابها بشكلٍ مناسب وغير مؤذٍ.

سيبدو الأمر غريباً إذن ومستهجناً؛ فلكمةٌ مباغتةٌ على الوجه الصغير تخلِّفُ ندبةً سيبقى أثرهاً بالغاً وغائراً في القلب والذاكرة إلى وقتٍ بعيد، أو ربما مدى الحياة …
خلف ستارة النافذة في بيتنا القديم كنت ألهو وحدي بمرحِ طفلةٍ في السادسة لا تكادُ تعرفُ من أمور الدنيا سوى حضن أمها ودلال أبيها وإخوتها وألعابها المحببة. في ذلك الوقت الذي كنا نخترعُ فيه ألعابنا الخاصة ولا نشتريها أو تُهدى لنا أبداً.
تفاجئني قبضة أبي بضربةٍ قويةٍ على وجهي يهتزُّ لها كياني الصغير ويدفعني للهرب بعيداً إلى حيثُ أمي تمارسُ عملها اليومي في تنظيف البيت وترتيب الأثاث وغير ذلك مما تفعلهُ الأمهاتُ عادةً في بيوتهن. باكيةً ومصدومةً جداً من تصرف أبي تسألني والدتي: ماذا حدث!؟ فأقول بصوتٍ مخنوق ومرتجف: ضربني أبي!
“لماذا؟ تقول أمي.”
“لا أعرف، أجيبها بحرقةٍ بالغة وتساؤلٍ مرير. لم أفعل شيئاً أستحق عليه هذه الضربة الموجعة ولم أقم بأي عمل خاطئ ليعاقبني بهذه القسوة والعنف!”
“ربما أزعجتِ والدك بفعلٍ ما حتى قام بضربك هكذا؟ تتساءلُ والدتي.”
“كنتُ ألهو خلف الستارة فقط ولم أصدر أي ضجيج أو فوضى يا أمي.”
تتركني والدتي وتذهب لتتمة أعمالها، كفّايَ على وجهي غارقةٌ في دموعٍ حارّةٍ وكثيفةٍ. بكيت كثيراً يومها والسؤال يدور في ذهني ويحيرني: لماذا أُضربُ بهذا الشكل العنيف ولماذا لا يقول أبي ما الذي دفعه لضربي!؟ لماذا. لا أعلم! بعد وقتٍ طويل من تذكِّر هذه الحادثة التي لم أنسها يوماً أخمِّنُ أو ربما أوقن أن لكمة أبي العنيفة والمباغتةِ تلك كانت لشكِّهِ بتصرفي ولتنبيهي فقط من القيام بعمل ما سرّي ومعيب خلف الستارة البريئةِ مثلي من تلك التهمة التي لا يمكن أن تندَّ عن طفلةٍ لم تكد تبلغ سن الفطام بعد. مرَّ وقت بعد تلك الحادثة كنت ألاحظُ فيه معاملة والدي لإخوتي الذكور وتفضيله لهم علينا نحن الإناث في مختلف شؤن الحياة، فالذكور يخرجون ويعودون إلى البيت دون إذن ودون عقاب على التأخير، بينما تلتزمُ الإناث بالبقاء مع الوالدة ومساعدتها في أعمال المنزل والحرص على السلوك الحسن والتهذيب مع الآخرين. الولد بإمكانه الجلوس أو النوم بالشكل الذي يريده دون حرجٍ أو خجل والبنت عليها أن تكون خجولة ومحتشمة في جلستها ونومتها وحركتها منعاً لانتقادات المجتمع والناس من حولها؛ هذا حسب ما يقوله الأهل طبعاً. أتساءل عندها؛ لو كان أخي مكاني خلف الستارة يلهو أيضاً بكامل طفولته وبراءته، هل كان أبي سيقوم بضربه وتعنيفه بهذا الشكل؟ أشكُ في ذلك!
منذ ذلك الوقت رافقني الخوفُ والحذرُ من أبي ومن الجميع، وتعلَّمتُ التفكير والبحث وراء كل حدثٍ أو تصرفٍ يقوم به الآخرون، وأُقدمُ الظن على اليقين حتى تنجلي حيرتي وظنوني فأطمئنُ وأتابعُ. أخاصمُ وجه أبي الغاضب وأكره قبضتهُ المؤلمة التي حفرت وجعاً غائراً في وجهي وفي قلبي الذي كبُرَ وواجه عنفَ الجهل وغباءهُ بقدسية المحبة وجلال الرحمة والغفران.

هل كان ذلك الشك يستحق تلك الضربة؟ لا بالتأكيد. ولا يمكن لطفلٍ أن يُحاسبَ أو يُعاقب على فعلةٍ مهما بلغت من الخطأ أو الانحراف إذا جاز التعبير بهذا الشكل المؤلم والمدمر حقيقةً لذات الطفل ولكيانه الذي يجب أن ينمو ويتطور بالحب والتسامح والتفهُّم، وهو ما أحاولُ جاهدةً أن أمارسه وأعيشهُ مع أبنائي اليوم بكل ما لدي من طاقةٍ وصبر ومحبة.

اليوم يذهب كل ما عشتهُ في طفولتي من فرحٍ ومرحٍ ولهوٍ أدراج الغياب، وتبقى تلك الحوادث المؤلمة والحزينة مختزنةً في ذاكرتي الطفولية وفي عقلي الذي تعلَّم أن ينتبه لكل حركةٍ وسكنةٍ أقومُ بها ولكل تصرفٍ أو كلمةٍ تصدر عن الآخرين المحيطين بي، وعن كل شخصٍ أقابله أو أعرفه يوماً. اليوم أُرممُ نفسي بالحب والحب فقط.

Zuhause

Iman K. Aldean (Deutschland)
Female Voices In Exile No. 8 / August 2021

المنزل

إيمان كمال الدين (سورية تقيم في برلين/ ألمانيا)
رقم ٨ أغسطس ٢٠٢٢

„Wherever I lay my hat that’s my home“ („Wo ich meinen Hut ablege, da bin ich zuhause“)1Ein Lied des englischen Sängers und Musikers Paul Young. – ein Lied, das mich damals lange neugierig gemacht hat, als ich davon träumte, ein Wohnmobil zu kaufen, um damit die Welt zu bereisen. Doch das, was mir auf meiner merkwürdigen Reise passiert ist, bis ich in Berlin ankam, hat meine Sicht geändert. Ich verließ meine Heimat nicht mit einem Wohnmobil, um die Welt zu bereisen, wie ich es mir gewünscht habe. Sondern ich verließ sie, weil meine Heimat ein nicht endendes Halloween mit all seinen Horrorfiguren erlebt.
In jeder Stadt, in der ich war, versuchte ich, meinen Hut abzulegen, um die Reise damit zu beenden und mich davon zu erholen. Doch jedes Mal wurde mir der Hut am nächsten Morgen vor die Tür gelegt.
In manchen Städten war die erste Frage in den Bewerbungsgesprächen „Sind Sie verheiratet?“2Die Autorin hat sich bei syrischen/arabischen Unternehmen beworben und der Interviewer wollte damit herausfinden, ob sie sexuell „verfügbar“ ist.. Als müsste ich einen Preis mit meinem Körper bezahlen, weil ich im Exil nach Arbeit suche. Das habe ich, wie viele ­andere Syrerinnen in meiner Situation, immer abgelehnt. In anderen Städten ­endete das Bewerbungsgespräch mit „Wir werden Sie anrufen“. Das heißt, hier hätte ich keinen Platz, da ich nicht religiös bin und kein Kopftuch trage.
In Berlin werden verschiedene Ablehnungsgründe vorgeschoben und es verbleiben nur Reinigungsjobs. Obwohl ich jede Arbeit respektiere, sehe ich mich nicht putzen. Deine Abschlüsse, Qualifikationen und deine Jahre werden verschwendet und sie verlaufen im Sand. Es wird von dir verlangt, von Null anzufangen, anstatt deinen Enthusiasmus zu nutzen, der Tag für Tag durch Druck und Frust über die Bürokratie abnimmt. Die Hälfte deiner Zeit verbringst du damit, jemanden zu finden, der dir dabei hilft, aber oft findest du niemand.

Die Erfahrung der Integration war enorm schwer, vor allem weil unsere Anwesenheit von vielen abgelehnt wurde. Wir haben Aussagen gehört, wie „Warum findet ihr keinen Job, anstatt unsere Gelder zu nehmen?“ oder „Scheiß Ausländer“, ein Satz, der beleidigend ist.
Kulturelle Unterschiede sind ein reales Problem, vor allem wenn die unglaubwürdigen Medien diesem Problem Futter geben durch verlogene Fakten über die Welt.

Du siehst die Deutschen losgelöst von dem Bild, das dir die Medien über Jahre hinweg vermittelt haben. Das gleiche tun sie dir gegenüber. Das Bild, das sie von der rückständigen dritten Welt bekommen, wird gebrochen, wenn sie deine Bildung und Kultiviertheit kennenlernen, und damit ändert sich ihr Umgang mit dir.
Allerdings ist der einzige Weg, in nahen Kontakt zu den Menschen des Gastgeberlandes zu kommen, auf dem Arbeitsmarkt tätig zu sein, der aber nicht für alle zugänglich ist. Gründe dafür sind divers und zeugen von der Ungerechtigkeit uns gegenüber als Individuen mit Abschlüssen, mit langer Berufserfahrung oder handwerklichen Fähigkeiten, auch ohne Abschluss.

Du kannst keine Fortschritte im Leben machen, ohne von Menschen umgeben zu sein, von denen du etwas lernst, und die du etwas lehrst. Die Schönheit des Lebens besteht in seiner Diversität und der unendlichen Erneuung und gedanklichen Innovation, die es mit sich bringt.
An jedem Ort, an dem wir ansässig werden, suchen wir nach einem Zuhause. Vier Wände, die unsere kleinen Details schützen und in deren Ecken wir unsere Erinnerungen verstecken.
Sieben Jahre mit ständigem Ortwechsel. Von einem Lager zum anderen; von einer Wohngemeinschaft zur Nächsten, doch nie kommst du an.
Die Realität hat mir eine Ohrfeige verpasst. Nicht dort, wo du deinen Hut ablegst, bist du zuhause, sondern dort, wo du willkommen bist.
Alles was wir in diesem Land besitzen, sind alte Schlüssel für Türen, die uns fremd sind und denen wir fremd sind. Alles was wir in dieser neuen Welt gelernt haben, ist zu warten. Als hätten wir davor nie warten müssen. Alles hat uns auf verschiedene Art zu spüren gegeben: „Kehrt in eure Heimat zurück“.
Meine Erinnerung trägt mich zurück in meine Heimat – an den Platz, den ich verließ, die Wärme und die Nostalgie, die ich sonst nirgendwo erfahren werde.

Das echte Zuhause wird im Herzen gebaut. Ein Herz hat vier Wände, nämlich die zwei Herzkammern und die zwei Herzvorhöfe. Die sind allerdings ewig und fallen in keinem Krieg, bei keinem Erdbeben und keinem Sturz. Auch beim Tod verlässt du sie nicht und sie verlassen dich nicht.

Am Ende erkannte ich, dass wir nach häufigen Enttäuschungen, die Isolation suchen. Wir flüchten in unsere Fantasie, weil jeder Ort zu eng wirkt. Wir suchen eine imaginäre Welt, weil sie schöner als jede Realität ist. Der Ort, an dem du bist, ist irrelevant, wenn dich keiner in sein Herz schließt.

“Wherever I lay my hat that’s my home„ (حيثما ألقي قبعتي ذلك هو منزلي)3أغنية للموسيقي والمغني الإنجليزي بول يونغ. – أغنية أثارت فضولي لزمن طويل حيث كنت أحلم بأن أشتري كارافاناً متنقلاً لأجوب العالم، لكن ما حدث في رحلتي الغريبة حتى وصولي إلى برلين غيّر وجهة نظري. فأنا لم أخرج من وطني بكارافان لأجوب العالم كما كنت أشتهي، بل لأن وطني استيقظ على هالوين دائم بكل شخوصه المرعبة.
في كل مدينة مررت بها حاولت أن ألقي قبعتي وأستريح من عناء السفر، لكنني كنت أجدها مرمية خارجاً في اليوم التالي. ففي بعض المدن كان السؤال الأول في مقابلات العمل (هل أنت متزوجة؟)، وكأنه يجب علىّ أن أدفع ضريبة الغربة من جسدي لقاء الحصول على عمل، وهذا ما كنت أرفضه دائماً كالكثير من السوريات. وفي مدن أخرى كان انتهاء مقابلة العمل بجملة (سوف نتصل بك) التي تعني أنه لا مكان لي لأنني لست متدينة أو لا أرتدي الحجاب. وفي برلين يجدون لك أعذاراً كثيرة متنوعة لعدم قبولك بطريقة مبطنة، ولا يبقى أمامك سوى وظائف التنظيف – رغم أنني أحترم العمل بكل أنواعه، إلا أنني لا أجد نفسي فيه – ضاربين بعرض الحائط شهاداتك وتعليمك وسنوات الخبرة وعمرك، طالبين منك البدء من الصفر بدلاً من استغلال حماسك الذي يتناقص شيئاً فشيئاً مع مرور الوقت والضغط والإحباط لكثرة الأعباء الورقية التي تجعلك تمضي نصف وقتك في البحث عمن يساعدك على فهم الإجراءات والقوانين، وأحياناً كثيرة لا تجد.

تجربة الاندماج كانت صعبة جداً خاصة عندما يكون وجودك مرفوضاً من قبل الكثيرين لاعتبارات كثيرة، فقد كنا نسمع الكثير من العبارات مثل “لماذا لا تجدون عملاً بدلاً من أخذ أموالنا” و“Scheiß Ausländer” والتي نعتبرها إهانة. اختلاف الثقافات مشكلة حقيقية عندما يغذيك الإعلام الذي فقد مصداقيته بمختلف الأكاذيب عن هذا العالم أو ذاك. أنت الآن تراهم على أرض الواقع مجردين من زيف الإعلام ومختلفين عن الصورة التي رسمها الإعلام في ذهنك على مدى عقود من الزمن، وهم يرونك أيضاً بصورة انطبعت في أذهانهم أننا من العالم الثالث المتخلف، وحين يفاجئون بمدى معرفتك وثقافتك تختلف المعاملة. لكن سبيل الاختلاط الحقيقي والوحيد هو سوق العمل الذي ليس متاحاً للجميع لأسباب كثيرة مختلفة وفيها بعض الإجحاف بحقنا كأفراد لهم شهاداتهم وخبراتهم الطويلة في العمل، أو حتى كأفراد حرفيين بارعين في مهنهم لكنهم لا يملكون الشهادات للكثير من الأسباب.
لا يمكنك أن تتعلم وتضيف إلى حياتك شيئاً جديداً إذا لم يكن حولك أناس مختلفون تعلّمهم وتتعلّم منهم، فجمال الحياة بما تقدمه من تنوّع يجعلك في حالة تجدّد دائم بأفكارك وحياتك.
في أي مكان نستقر فيه نبحث أولاً عن منزل، أربعة جدران تحمي تفاصيلنا الصغيرة ونخبّئ في زواياه ذاكرة ما. سبع سنوات من الترحال الدائم من كامب إلى آخر ومن منزل مشترك إلى آخر، لكنك لا تستقر. الحقيقة التي صفعتني هي أنه لا يمكن أن يكون لك منزل حيث تلقي قبعتك، بل حيث تكون مرغوباً ومرحباً بك. لكن كل ما نملكه في هذه البلاد مفاتيح قديمة لأبواب لا تعرفنا ولا نعرفها، وكل ما تعلمناه من تجربة هذا العالم هو الانتظار وكأنّنا لا نعرفه من قبل. كل شيء كان يقول لنا بطريقة أو بأخرى: عودوا إلى وطنكم.
تعود بي الذاكرة إلى وطني، المكان الذي تركته، وذلك الدفء والحنين الذي لا يمكن أن أجده في أي مكان آخر. المنازل الحقيقية تُبنى في القلوب، فالقلوب أيضاً أربعة جدران بطينان وأذينان، لكنها دائمة لا تسقط في الحروب ولا الزلازل ولا في السقطات القوية، حتى في الموت لا تغادرك ولا تغادرها. أدركت في النهاية أننا نبحث عن العزلة لكثرة الخذلان، ونبحث عن المخيلة لضيق الأماكن، ونبحث عن العالم الوهمي لأنه أجمل من الواقع.
لا يهم المكان الذي تتواجد فيه إن لم يحتويك قلب.

Meine Mitbewohnerin und ich

Nuha Askar (Deutschland)
Female Voices In Exile No. 8 / August 2021

أنا ونزيلَتي في السَكَن

نهى عسكر (سورية مقيمة في ألمانيا)
رقم ٨ أغسطس ٢٠٢٢

Ich habe geahnt, dass sie mich weiter mental auspeitschen und mir einen Seitenhieb verpassen wird. Die Rede ist von meiner Mitbewohnerin.
Sie teilt mit mir die Luft in unserem Zimmer, seitdem wir ins Studentenwohnheim in Bremen gezogen sind. Es war eine Bekanntschaft aus der Grundschule und dann später in der Mittelstufe in meiner Heimatstadt Homs. Jetzt hat uns das Schicksal zufällig auf unseren Fluchtwegen wieder zusammengeführt, um gemeinsam zu wohnen. Wir teilen nicht nur die Luft unseres Zimmers, sondern auch die Kälte der Fremde und die Qual der Sehnsucht und des Wartens. Wie lange sich das Warten in diesem Land anfühlt. Ich habe mich eines Tages gefragt: „Mussten wir unter den Rädern des Krieges zerrieben und unsere Herzen vor Schmerz zerrissen werden, damit obendrein das Leben im Exil uns den letzten Schlag gibt, um uns näher kennenzulernen?“.
Ich wünschte zu ihr sagen zu können: „Freche Hure!“.
Vielleicht wollte sie zu mir sagen: „Heuchlerin!“.

Sie dringt mit ihrer Stille in mich hinein. Sie bringt mich mit ihren verständnislosen tadelhaften Blicken um. Sie schleift mich in die dunklen Hinterräume meines Gedächtnisses. Ich werde dort hin gezwungen, wo ich aber nicht hinwill, damit ich gewisse Geschichten nicht abstauben muss. Ich erzähle ihr nicht, was ich gefunden habe. Ich ärgere sie extra. Ich schweige und lenke mich bewusst von ihr ab. Sie fleht mich an und ich warne sie. Ich mache das absichtlich, damit sie sich einen anderen Wohnraum und andere Freunde sucht, denen sie das Leben schwer machen kann. Sie ist schmierig und klebrig. Deshalb habe ich mich geweigert, mit ihr eine freundschaftliche Bindung aufzubauen. Jede kümmert sich um ihr eigenes Leben und ihre eigenen Entscheidungen.

Heute, als ich zur Vorlesung „soziale Psychologie“ ging, habe ich die Tür fest zugeknallt und sie allein gelassen. Ich dachte über ihre Frage nach dem Gedächtnis nach. In dem überfüllten Lesesaal tauchte meine Großmutter, die Analphabetin war, in meinen Gedanken auf. „Wissen ist dreist, meine Tochter“. An dem Tag hat sie mit mir über die wichtigen Stärken des Mannes geredet, den ich mir in der Zukunft als Ehemann aussuchen soll. Erst jetzt habe ich erkannt, dass sie es für eine Frau nie als dreist bezeichnet hat, das Wissen.
Ich verließ den Saal schnell, als hätte mich ein Dämon berührt. Ich wollte meiner Mitbewohnerin sagen, das Maß sei voll. Ich wollte ihr zeigen, dass sie meine Gedanken nicht länger manipulieren kann.
Sie sagte: „Ich kam kurz vor dir hier an“. Dann fügte sie mit einem kindlichen Unschuldston hinzu: „Was ist denn mit dir los?“
Als hätten Geister angefangen in mir, zu schreien: „Es reicht mir mit deiner Emotionalisierung und mit deiner falschen Nettigkeit! Warum wühlst du in meinem Gedächtnis herum? Warum ziehst du mich in Gedanken hinein, die mir und meiner Familie fremd sind? Und was ist mit diesen ganzen tadelhaften Blicken, als hätte ich ein Verbrechen begangen? Wem soll ich es angetan haben?“
Ich spürte den Geschmack von salzigem Blut in meinem Hals, als wäre ein Stimmband in mir gerissen.
Das Anschreien hat sie nicht davon zurückgehalten zu erwidern:
„Du bist selber schuld. Wie lange bleibst du noch in deiner engen Flasche gesellschaftlicher Traditionen und fertigen Denkmustern, die aus dir eine Eisstatue gemacht haben?“
„Und was kümmert dich das?“
„Weil Konfrontation ein Teil der Lösung und ein Teil der Versöhnung ist?“
„Ich bin mit niemandem im Krieg“ antwortete ich mit einer kindischen Sturheit.
Sie sagte: „Ich gehe, wenn du darauf bestehst, zu leugnen“.
Ich habe ihr nicht hinterhergesehen, als sie wegging. Doch ich spürte den süßen Triumph, den man spürt, wenn man eine Gegnerin besiegt hat.

In der gleichen Nacht bekam ich Besuch von meinem Gedächtnis, als Wildtaube verkleidet. Eine Szene, die ich mir einige Male in meiner Fantasie ausgemalt, doch nicht geträumt habe, bis ich in diesem Land ankam. Als wäre der Moment meiner Ankunft hier ein Erdbeben gewesen. Es hat mein Wesen und mein Gemüt erschüttert, wie die Hormone den Körper im mittleren Alter erschüttern. Die Wellen der Vergangenheit und der Gegenwart haben mich umhergeschleudert. Ich ergab mich in einem Augenblick, doch sprang im nächsten Augenblick auf, um einen neuen Beginn anzukündigen.
Doch zurück zur Szene, die ich gesehen habe. Es war die Nacht, in der der Onkel meiner Mutter kam, um ihr zu meiner Geburt zu gratulieren. Meine drei Schwestern haben mich vor Freude in einer Decke, mit der mich meine Mutter umhüllte, getragen. Jede hat eine Ecke der Decke gehalten und so präsentierten sie mich dem Onkel. Das war ihr Spiel. Er lachte und sagte: „Ihr freut euch, als wäre es eine Glücksbotschaft? Für was denn? Für diese Schwarze?“
Ich sah mich im Traum als ein hässliches Kind, dicht behaart bis auf die Nase und die Wangen. Als ich versucht habe, die Zehen dieses Kindes zu berühren, bin ich vor lauter Realitätsnähe dieses Traums aufgewacht. Nachdem ich die Zeit und den Ort wiedererkannt habe, wurde mir klar, dass ich, seitdem meine Familie diesen „Witz“ über mich in meinem Beisein erzählte, das Produkt einer patriarchalen Gesellschaft bin. Ich verdanke meine Existenz dem beharrlichen Versuch, einen Jungen zu bekommen.

Ich stand entschlossen aus dem Bett auf und wollte sie anrufen, meine Mitbewohnerin. Ich wollte ihr vorschlagen, mich mit ihr zu treffen. Ich lief ins Bad, um nach dieser Horrornacht den Schweißmantel von meinem Körper zu waschen.
Ich fand sie vor mir stehend. Ich habe nicht versucht, mein Entsetzen zu überspielen. Sie hat es bemerkte und sagte ernst: „Ich habe ein paar Sachen von mir vergessen und bin gekommen, um sie zu abzuholen. Ah, und der Wohnungsschlüssel, hier, bitteschön“.
Ich lächelte hysterisch: „Ja, der Schlüssel. Den brauche ich. Übrigens, gestern, ich meine heute, bin ich zu einer komischen Erkenntnis gekommen. Nämlich, dass ich der patriarchalen Gesellschaft dankbar bin. Denn ohne sie, hätte ich das Licht des Lebens nicht gesehen“.
Sie lächelte und ihre Augen funkelten. Ich bemerkte zum ersten Mal die kleinen Babyhärchen auf ihren Wangen.
Sie sagte provokant: „Heuchlerin!“.
Ich erwiderte mit der gleichen Provokation: „Freche Hure!“.
Ich riss sie vom Spiegel ab und klebte sie an meine Haut. Dann wickelte ich mich in den Bademantel und ging los, vorbereitet auf einen Tag voller Termine und noch mehr und mehr von all den Diskussionen.

كنت أعلم أنها ستظل تجلدني، وتنحرني في جنبي، هي، نزيلتي في السكن.
تُقاسمني هواء الغرفة منذ انتقلتُ للسّكن الجامعي في مدينة بريمن. كانت مَعرفة سابقة يوم كنت في المدرسة الابتدائية ثم الإعدادية في مدينتي حمص، والآن بمحض الصدفة شاءت الأقدار أن نلتقي مجدداً وتجمعنا دروب اللجوء لنسكن سويّة، نتقاسم ليس فقط هواء الغرفة، بل برد الغربة ولوعة الحنين والانتظار، وما أطول الانتظار في هذه البلاد. سألتُ نفسي يوماً: أكان ينبغي أن تطحننا عجلة الحرب وتعصُر قلوبنا ألماً، ثم تُنجز علينا الغربة لكي نتعرف على بعضنا أكثر؟
وددت لو أقول لها: عاهرة، وقحة!
وهي لربّما أرادت أن تقول لي: مزيّفة، منافقة!

تجتاحني بصمتِها، تقتُلني بنظرات العتب التي لا أفهمها، تجرّني إلى غياهب الذاكرة وأنا أنقاد مجبرةً إلى حيث لا أريد، كي لا أنفض الغبار عن بعض الحكايا. لا أخبرها ماذا وجدت، بل أوغل بمضايقتها، أصمت وأشْغَلُ نفسي عنها. هي تتوسل وأنا أؤنّبها، أفعل ذلك عمداً كي تبحث عن سكنٍ آخر ورفقة أُخرى تنغّص عليها حياتها، كانت لزجة، دبقة، لذا رفضت دوماً إنشاء علاقةٍ وديةٍ معها. كلٌّ بشأنهِ وكلٌّ بحياتهِ وخياراتهِ.

اليوم أوصدتُ الباب بشدة وتركتُها وحدها عندما ذهبتُ لمحاضرة السايكولوجية الاجتماعية، فكّرتُ بسؤالها عن الذاكرة. فطالعتني جدّتي الأميّة في القاعة المكتظة: “العلم وقح يا ابنتي”، حينها كانت تتحدث عن مكامن قوة الرجل الذي يجب أن أختارَهُ زوجاً لي في المستقبل. ولكن، استدركتُ الآن، أن لم تقل لي جدّتي يوماً أنّه وقح للمرأة أيضاً!

خرجتُ من الصف مسرعةً، وكأنما لبسني عفريت. أردت أن أقول لشريكتي في السكن أنه طفح الكيل، وأن أتّخذ موقفاً جديّاً تجاه تلاعبها بأفكاري. قالت: “وصلت قبلك، منذ قليل.” وببراءة الطفل أضافت: “ما بكِ؟”
صرخَت العفاريت من أحشائي: “كفى استعطافاً ولطفاً مزيّفاً، لماذا تنبشين في ذاكرتي، لماذا تجرّينني لأفكارٍ غريبة عن ذاتي وعائلتي، وماذا عن نظرات العتب تلك وكأنّي ارتكبت جريمة، بحقِّ مَن؟”
شعرتُ بطعم الدم الممزوج بالملح في حلقي وكأني خدشت باطنه أو وتراً صوتيّاً. لم يلجمها الصراخ من الردّ بالمثل:
“بحقّ نفسكِ. إلى متى ستظلين في قمقم العادات الاجتماعية والمسلّمات التي جبلتكِ وصنعت منكِ تمثالاً من جليد!؟”
“وما همّك أنتِ؟”
“لأن المواجهة جزءٌ من الحل؟ وجزءٌ من المصالحة؟”
“لستُ في حربٍ مع أحد”، أجبتُ بإلحاحٍ طفولي.
قالت: “سأذهب إن كنتِ مُصرّة على الإنكار.”
لم ألتفت إليها حين غادرت، بل شعرت بالنصر الّلذيذ بعد معركة النيل من الخصم. في الليلة ذاتها زارتني الذاكرة متلبسة بثوب اليمامة. مشهدٌ سمعته مرّات وتخيّلته مرّات ولكن لم أرَهُ إلى أن وطأتُ هذه البلاد. وكأن اللحظة التي حطت رحالي فيها هنا كانت زلزالاًً، هز كياني، هزّ وجداني كما تفعل الهرمونات في منتصف العمر وأصبحت أمواج الماضي والحاضر تتجاذبني وتقذفني وأنا أذوي تارةً مستسلمة، وأنتفضُ تارةً أخرى لأعلنَ بدايةً جديدة.
أمّا المشهدُ الذي رأيتهُ تلك الليلة فكان حين دخل عمّ والدتي يباركُ بالمولودِ الجديد، ومن فرحة إخوتي البنات الثلاث بي حملوني على البطانية التي كانت تلفني بها أمي، أمسكت كل واحدةٍ بطرف منها، وزفّوني إلى الضيف فرحين بالّلعبة الجديدة، ضحك وقال: “وفرحانين وعم تبشروا ! بشو؟ بهالسودة!”
رأيتني في الحلمِ طفلةً بشعة يكسوها الشّعرُ الكثيف باستثناء الأنف والوجنتين، تتلوى من رخاوة مفاصلها. حين حاولتُ أن أتحسسَ أصابع قدميها استيقظتُ مذعورة من واقعية الحلم، وتذكّرتُ بعد إدراك المكان والزمان أنّي مذ عرفت تلك “النكتة” التي تداولها بعض أفراد أسرتي أمامي عدة مرات، علمت أني نتاجُ مجتمعٍ ذكوري، وأنّي حظيتُ بفرصة الوجود بسبب الإصرار على إنجاب الصبي.

نهضتُ من الفراشِ عازمةٌ على الاتصال بها، نزيلتي بالسكن، وطلبِ مقابلتها. خرجتُ إلى الحمّام لأخلع رداء العرقِ الذي كسا جسدي بعد ليلةٍ كابوسية، فوجدتها أمامي. لم أُخفِ ذهولي، فاستدركَت هي بجديّة:
نسيتُ بعض الأغراض الشخصية ومررتُ للملمتها، وأيضاً مفتاح الشقة، تفضّلي.
ابتسمتُ بهيستيرية: نعم المفتاح، أحتاجُ المفتاح. بالمناسبة، البارحة، أقصدُ اليوم، خَلصتُ إلى نتيجة غريبة ربّما، أنه شكراً للمجتمع البطريركي فلولاه ما شهقتُ نسمةَ الحياة!
ابتسَمتْ، وسطعتْ عيناها، ولاحظتُ لأول مرّة وجهها، والشعيرات الصغيرة الوبرية على أسفل وجنتيها.
قالت بتحدٍ: “مزيّفة، منافقة!”
قلتُ بتحدٍ: “عاهرة، وقحة!”
نزعتُها من المرآة، وألصقتُها في جلدي، لففتُ برنس الحمّام وانطلقت أستعدُّ ليوم حافل بالمواعيد وللمزيد المزيد من السّجالات.

Mytilini

Diana Karaz (Deutschland)
Female Voices In Exile No. 8 / August 2021

ميتيليني

ديانا كرز (سورية مقيمة في برلين/ ألمانيا)
رقم ٨ أغسطس ٢٠٢٢

Ich schreibe, um mich zu heilen.
Ich habe mich entschieden, an dem Workshop teilzunehmen und mitzuschreiben, um meine Kraft wieder zu erlangen, um mich zu heilen und meine Stimme. zurückzubekommen. Meine Stimme, die ich 2015 verloren habe. Ich muss von meiner Familie erzählen, von diesem Jahr, das unser Leben kopfüber stellte. Meine Familie, die ich damals hatte, die warme, gepflegte Wohnung und das schöne, routinierte Leben. Von diesen Tagen trage ich nur schöne Erinnerungen in mir. Ich kannte keine Härte, Ungerechtigkeit oder Verbote in diesem Haus.
Im Jahr 2011 hat sich vieles bei uns Syrer*innen verändert. Eyad verließ Banyas, er wurde vertrieben zwischen dem Libanon, Ägypten und der Türkei.
Die Türkei war sein letzter Aufenthalt, da sie in der Nähe von Syrien liegt. Syrien, das er liebte. Wir nannten ihn den „leidenschaftlichen Syrer“.
Die Reise auf dem Meer im Schlauchboot war die letzte Möglichkeit für viele und auch für ihn.
„Um den Sohn des Meeres sollte man sich keine Sorgen machen“.
„Diese kleine Entfernung kannst du ja schwimmen“.
Diese Sätze haben wir und die Leute um uns herum immer wieder gesagt.
An dem Tag waren wir ständig in Kontakt.
Eyad: „Das Schlauchboot ist fast da, ich sehe es von hier“.
Wir haben verabredet, was wir in Deutschland machen werden, wenn ich komme und er mich dort empfängt.
Er war nicht nur ein Bruder. Er war ein unterstützender Freund. Wir haben die gleichen Lieder gehört und hatten gemeinsame Freunde.

Es war Zeit, und er war dran, in das Schlauchboot zu steigen, das nur für 40 Menschen gedacht war. Doch die Gier der Kriegshändler ist grenzenlos. In diesem Boot saßen 60 Leute. Die Fahrt, die 45 Minuten dauert, um die sichere Küste zu erreichen, war schneller vorbei. Es ist Wasser ins Schlauchboot geflossen. Eyad, wie er immer war, hat sich bereit erklärt, den Menschen zu helfen. Er hat sich ins Meer gewor­fen, um weiter zu schwimmen und die ängstlichen Frauen und Kinder zu retten.
Der erste Tag war vergangen, während wir ängstlich zuhause saßen und warteten.
Das ist unser geliebter Eyad, den die Nahstehenden wie auch die entfernteren Bekannten mochten.
Er hatte darauf verzichtet, die Feste zu feiern, aus Achtung und Respekt vor den Angehörigen der im Krieg verstorbenen.

Ich, meine Schwester, seine Freunde und all unserer Verwandten haben wie eine elektronische Armee die Facebookseiten für Flucht und Migration alarmiert.
Ich flehte Leute an und bat sie, mir zu berichten, ob mein Bruder auf der Insel ankam.
Ich fragte alle, ob sie jemanden mit diesem Namen gesehen haben.
Ich werde nie meine Mutter vergessen, wie sie auf dem Gebetsteppich saß und wie mein Vater die Zigarette nicht mehr ausgemachte und wie ängstlich meine Schwester war.
Mitten in der Nacht sprach ich mit dem Schmuggler, der mir sagte, dass er Eyad in einem Polizeiwagen gesehen hatte. Ich glaubte ihm vor lauter Frust, doch er hatte mich angelogen.
Eines Tages bekam ich einen Anruf auf Messenger und der Anrufende sagt: „Wir waren zu viert mit dem Schlauchboot angekommen und Eyad war nicht mit dabei“.
Ich war in meinem Zimmer und öffnete Facebook, um zu lesen „Banyas hat seinen Sohn und den einzigen Sohn seiner Eltern Eyad Karaz verloren“
Ich konnte nicht schreien und weinen.
Ich blieb in meinem Zimmer und wartete darauf, dass jemand kommt und meinen Eltern davon berichtet.
Minuten später kamen Männer zu uns nachhause.

Der zweite Tag ist immer der schlimmste.
Wo bin ich? Träume ich, oder ist das wahr?
Eyad ist nicht mehr da. Die Bewohner der Gegend sagten: „Sogar die Steine der Gegend waren in Trauer wegen Eyad“.
Ich werde nie diese junge Frau vergessen. Sie kam zu uns und hat überraschend viel geweint, dann ging sie weg.
Eine unbekannte Soldatin, eine gefühlvolle Frau, die das rote Kreuz im Libanon kontaktierte, um für mich und meine Mutter einen Termin für einen DNA Test zu vereinbaren, war unsere größte Hilfe.
Meine starke, großartige Mutter, wie immer, hat uns zur griechischen Botschaft begleitet, um den Test zu machen. Sie stärkte mir und meiner Schwester immer den Rücken.

Als ich sie fragte, was sie sich wünscht, dass ich schreibe, erzählte sie mir, dass sie täglich ihre Nacht damit verbringt, die Videos und Fotos auf der Facebookseite „Der Meeresmärtyrer Eyad Karaz“ anzuschauen.
Das Warten auf das Ergebnis des Tests war nicht einfach. Ich bin in Berlin angekommen und war immer noch in Kontakt mit dem roten Kreuz, um zu dieser verdammten Insel zu fahren. Ich war nicht in der Lage, über das Meer zu fahren.
Als ich Syrien verließ, habe ich meine Stärke und meine Geduld dort gelassen. Ich habe ein neues Abenteuer angefangen, voller Angst und Sorge vor dem Ungewissen.

Als ich in den sozialen Medien Erinnerungen an Eyad veröffentlichte, kamen Kommentare und Nachrichten von überall, schöne Erinnerungen und menschliche Zuwendung, die die Leute von Eyad erfahren hatten.
Eyad ist mir und allen Müttern in Syrien wie ein Sohn. Er gehörte zu den seltenen Männern, die Sitten und Menschlichkeit in sich tragen. Er war unschuldig und gutherzig, wie viele in Banyas. Die Kommentare, die er geschrieben und den Menschen in den sozialen Medien hinterlassen hat, waren süß wie Honig. Sein Gesicht war wunderschön.

Eine meiner Kolleginnen fragte mich nach meinen Gefühlen damals und meinen Gefühlen jetzt.
Das sind komische Gefühle. Sie schwanken zwischen dem Versuch, den Schock zu begreifen und dem Versuch, sich zusammenzureißen und stark zu bleiben für die eigene bedauernswerte Familie und die Eltern, die ihren einzigen Sohn verloren haben.
Auch für mich als große Schwester, die einen Menschen verlor, der ihr wertvoller war als ihre eigene Seele.
Es gibt noch das Gefühl der Lust auf Rache an den Menschenhändlern. Dieses Mal war der Händler ein Bewohner unserer Stadt. Ich sagte mir dann selbst: „Ich überlasse ihn Gott“.

Jetzt, nach sechs Jahren, hat mich meine Stärke betrogen. Ich wurde dauerhaft ängstlich. Ich habe immer mehr Verlustängste, die sich zu einer Phobie entwickeln.
Es hat fünf Jahre gedauert, bis ich mich selbst überzeugen konnte, dass Juliana nichts dafürkann und ich ihr nicht verbieten darf, schwimmen zu lernen. Ich kann meine Ängste und die meiner Mutter nicht auf sie projizieren. Ich verlor meinen Vater, der den Verlust seines Sohnes nicht verkraften konnte.

Diese Geschichte mag geschrieben und übersetzt werden. Wenn jemand sie liest, mag er sagen: „davon gibt es viele“. Doch Eyad hat uns alle als Familie gebrochen. Menschen, die Eyad kannten und seine unablässige Opferbereitschaft erlebten, würden mich verstehen. Die letzte Aufopferung war mit sich selbst, als er das Boot verließ, um andere zu retten.
Mit einer kurzen Suche in Google nach seinem Namen, kann man vieles darüber nachlesen.
Ich möchte den Text beenden mit den Worten, die der Verwalter und Schutzengel von Eyads Facebookseite über ihn geschrieben hat:

Eyad Saadallah Karaz
Sein Verlust hat unsere Herzen bluten lassen und unsere Augen mit Tränen übergossen und bewegte die Erinnerungen in unseren Gedächtnissen.
Er war vor Trauer um seinen Cousin, den Märtyrer Mohamad Karaz, ermüdet. Der Verlust von Hussam im Meer, seinem Lieblingsplatz, hat ihn auch lange gequält.
Wie sehr Eyad das Meer liebte. Das Meer erleichterte ihn vor all diesen Qualen und Sorgen.
Eyad Karaz, 1.2.1982–30.8.2015, wurde, Gott hab ihn selig, in Mytilini/ Griechenland begraben.

أكتب لأتعافى.
اخترت المشاركة والكتابة لأستعيد قوتي وأتعافى. لأستعيد صوتي الذي خسرته عام ٢٠١٥، ذلك العام الذي قلب حياتنا رأساً على عقب.
قبل ذلك لا بد من الحديث عن العائلة التي كنت أمتلكها، البيت الدافئ الحنون المنظم، الحياة الروتينية الجميلة. لم أحمل من تلك الأيام إلا الذكريات الطيبة، لم أعرف قسوة أو ظلماً أو منعاً في ذلك البيت.
في ٢٠١١ تغير حالنا كما الكثير من السوريين. خرج إياد من بانياس ليتغرب ما بين لبنان ومصر وتركيا التي كانت مكانه الأخير والقريب من سوريا، وهو العاشق لبلده والمسمى (شامي الهوى).
كان الخيار الأخير كحال الكثيرين هو الهجرة، ولم يكن لدى إياد سوى الخيار الوحيد الهجرة بالبحر (البلم).
“ابن البحر ما بينخاف عليه”، “المسافه قريبة بيقطعها سباحة”، كانت هذه العبارات التي نرددها ويرددها من حولنا. كنا في ذلك اليوم على تواصل دائم.
إياد: شوفي البلم رح يوصل وأنا اسا شايفه.
كنا نتواعد ماذا سنفعل حين أصل ألمانيا ويكون في استقبالي. لم يكن أخًا فقط، كان صديقاً داعماً، نسمع نفس الأغاني، أصدقاؤنا مشتركون.

حان الوقت وجاء دور إياد للركوب في البلم الذي يتسع لأربعين شخصاً، لكن طمع تجار الحروب وتجار البشر ليس له حدود. البلم الذي يتسع لأربعين صار بداخله ستون راكباً. والرحلة التي تنتهي بـ ٤٥ دقيقة وتصل لشط الأمان انتهت بوقت أقل، لأن الماء بدأ يدخل البلم، وإياد كما كان طوال عمره مندفع لمساعدة غيره، فعلها هذه المرة.
رمى نفسه في البحر ليكمل المسافة سباحة ويفدي أطفالاً ونساء كانوا يبكون خوفاً.
مر اليوم الأول ونحن في البيت خائفون، هذا إياد وحيدنا، حبيب القريب والغريب، الذي لم يكن يحتفل بمناسبة احترامًا لأهالي الشهداء.
استنفرنا أنا وأختي وأصدقاؤه وأقرباؤنا متل جيش على صفحات الهجرة واللجوء. كنت أتوسل وأترجى:
“الله يخليكن حدا موجود على هالجزيرة يطمني”
“يا أخي شفت حدا بهالاسم؟”
لم أترك أحداً ولم أسأله. لا أنسى أمي وهي على سجادة الصلاة، ولا أبي الذي لم يطفئ السيجارة ولا أختي الخائفة.
بين أخذ ورد مع المهرب، كلمني منتصف الليل ليقول لي: أحدهم رأى إياد في سيارة الشرطة، وأنا كالمتعلق بقشة، وهو طبعاً كان يكذب.
وفي يوم لاحق، رن الماسنجر ليقول لي شخص: نحن أربعة شباب نزلنا من البلم، كلنا وصلنا إلا إياد.
كنت في غرفتي حين فتحت الفيسبوك لأقرأ الخبر الذي غير حياتي:
“اقرأوا الفاتحة على ابن بانياس إياد كرز وحيد أهله”
لم استطع أن أصرخ أو أبكي، بقيت في غرفتي أنتظر مجيء أحدهم ليخبر أبي وأمي. دقائق وكان الرجال في بيتنا. اليوم الثاني دائماً يكون الأصعب، هل أنا في حلم أو علم؟ إياد لم يعد موجوداً!
كان أهل البلد يقولون: حجار بانياس حزنت على إياد!
لا أنسى تلك الصبية التي زارتنا، بكت بكت بشكل غريب ثم ذهبت.
أما الجندي المجهول، تلك الرقيقة التي تواصلت مع الصليب الأحمر في لبنان وحددت موعداً لي ولوالدتي لإجراء فحص الــ DNA، كانت خير معين في تلك الأوقات.
أمي القوية العظيمة كما دائماً، ترافقنا سويًا إلى السفارة اليونانية لإجراء الفحص. كانت وستبقى في أصعب الأوقات سنداً لي ولأختي.

حين سألتها: ماذا تريد أن أكتب عن إياد، قالت لي أنها تسهر يومياً مع صفحة الفيسبوك (شهيد البحر إياد كرز)، مع الصور والفيديوهات.
لم يكن انتظار نتيجة التحليل سهلًا. وصلت لبرلين والصليب الأحمر يتابع معي للذهاب إلى تلك الجزيرة اللعينة.
لكني لم أكن قادرة على ركوب البحر. حين غادرت سوريا تركت قوتي وصبري فيها لأبدأ رحلة جديدة مليئة بالخوف والقلق من المجهول.
حين كتبت منشورًا للأصدقاء لترك ذكرى عن إياد، انهالت عشرات الرسائل والتعليقات بالذكريات الجميلة والمواقف الإنسانية التي تربط إياد مع أصدقائه.
إحدى الرسائل كانت تقول:
“إياد هو ابني وابن كل أمهات البلد. كان إنساناً نادراً، فيه كل معاني الرجولة وبنفس الوقت فيه براءة وطيبة كل شباب بانياس.
كانت كتاباته وتعليقاته متل شهد العسل
شكل وجهه كان متل قرص وشهد العسل”

سألتني إحدى الزميلات عن مشاعري في ذلك الوقت ومشاعري الآن. مشاعري حين كنت مع أهلي مشاعر غريبة، بين محاولة استيعاب الصدمة والتماسك من أجل عائلة أصبحت منكوبة، أب وأم فقدا ابنهما الوحيد، وأخت كبرى فقدت من كان أغلى من الروح. والرغبة بالانتقام من تجار البشر المتمثلة هذه المرة في شخص من ذات المدينة التي نسكن فيها، ثم قلت: (حسبنا الله ونعم الوكيل).

اما الآن بعد ست سنوات، قوتي خانتني، أصبحت خائفة دائماً، قلقة، أخشى من الفقدان حتى تحول الأمر إلى فوبيا.
استغرق الأمر خمس سنين حتى اقتنعت أن لا ذنب لطفلتي جوليانا أن تحرم من تعلم وممارسة السباحة، لا ذنب لها فأنقل لها خوفي.
هذا الكلام هو تفريغ لما في داخلي، لما نعانيه أنا وأمي وأختي بعد أن خسرنا أبا إياد، والدي الذي لم يحتمل غياب وحيده أكثر فغاب بدوره.

قد ينشر هذا الكلام وقد يترجم. وقد يقول أحدهم حين يقرأه (مثل كثيرين غيره)، لكن بالنسبة لنا، إياد كسر عائلة كاملة.
لن يفهم كلامي إلا من عرف إياد وعرف تضحياته التي كان آخرها نزوله من البلم لينقذ غيره.
ببحث بسيط على جوجل أو فايسبوك ستظهر النتائج عن إياد.
أختم بما كتبه ملاك صفحته الحارس

إياد سعدالله كرز
رحيله أدمى القلوب وأدمع المآقي والعيون
وأثار الذكريات والشجون
أتعبه فقدانه لابن عمه الشهيد محمد كرز
أرهقه غياب حسام، أراحه الله على يد حبيبه البحر
كم أحب إياد البحر فكان البحر منقذه من هذه العذابات ومريحه من كل هذه الهموم
إياد كرز ١/٢/١٩٨٨–٣٠/٨/٢٠١٥
دفن رحمه الله وغفر له في ميتيليني ( ليسبوس اليونان).

Impressum

Female Voices In Exile No. 8 / August 2021

Impressum

رقم ٨ أغسطس ٢٠٢٢

Die Texte entstanden in Workshops von Women for Common Spaces e.V., die 2021 stattfanden.

Deutsche Übersetzung
Nadine Joudi

Lektorat
Susanne Partoll

Redaktion
Yasmine Merei

Gestaltung
Daniel Wiesmann, Jule Erner

Druck
Gallery Print

Herausgeberin
Yasmine Merei, Women for Common Spaces e.V.

Nr. 8
1. Auflage August 2022

Die Veröffentlichung, Verwertung, und Verwendung der Texte und Bilder ist ohne vorherige schriftliche Zustimmung der Autorinnen und Women for Common Spaces e.V. urheberrechtswidrig und strafbar. Das gilt auch für Vervielfältigungen mit elektronischen Systemen.

Women for Common Spaces e.V. dankt Berlin Mondiale

Seit Juli 2020 wird Women for ­Common Spaces e.V. gefördert aus Mitteln der Senatsverwaltung für ­Integration, Arbeit und Soziales im Rahmen des Partizipations- und ­Integrationsprogramms.

Kontakt und Infos zu künftigen ­Workshops
https://womenforcommonspaces.org/
facebook.com/women4commonspaces/
info@womenforcommonspaces.org

Spendenkonto
Bank für Sozialwirtschaft,
IBAN DE75 1002 0500 0001 6674 01

Team
Yasmine Merei, Susanne Partoll, ­Diana Karaz

Ehrenamtliche
Needaa Asaid

Vorstand Verein
Valantina Sbahi, Anja Schmalfuß

جميع حقوق النشر واستخدام النصوص والصور دون الحصول على موافقة كتابية مسبقة من “نساء من أجل مساحات مشتركة” والمؤلفات يعتبر غير قانوني ويعاقب عليه القانون. ينطبق ذلك أيضاً على النسخ والترجمة والمعالجة باستخدام الأنظمة الإلكترونية.


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